Eine Masernimpfung
Wegen steigender Masern-Fälle ruft das Sozialministerium zur Impfung auf. Bild © picture-alliance/dpa

Mit Masern-Ausbrüchen mussten in diesem Jahr schon mehrere Schulen in Hessen kämpfen. Und die Zahl der Fälle steigt weiter. Das Sozialministerium ruft zur Impfung auf.

In Frankfurt und Hofheim sind dieses Jahr schon ganze Schulen geschlossen geblieben. Auch in Weilburg fiel der Unterricht wegen Masern aus. Masern-Alarm gab es ebenfalls im Klinikum Wetzlar.

Eine Entwarnung ist nicht in Sicht, die Zahl der Masernfälle in Hessen steigt weiter. Nach Angaben von Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) sind in diesem Jahr bislang 83 Fälle im Land registriert worden. Anfang März lag die Zahl noch bei 60.

Schwere Folgen möglich

Die sogenannten Kinderkrankheiten wie Masern oder Röteln seien nicht harmlos, sondern könnten schwere Folgen haben, warnte der Minister am Mittwoch. Er rief anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 24. bis 30. April dazu auf, die Vorsorge nicht schleifen zu lassen. Ende 2016 war in Bad Hersfeld die sechsjährige Alina an der Masernkrankheit SSPE gestorben.

2016 hatte die Zahl der Masernfälle in Hessen nach Angaben des Sozialministeriums bei nur zehn gelegen. Im Jahr zuvor waren es 64. Impfungen gehörten zu den effektivsten Gesundheitsmaßnahmen, da auf diesem Weg sowohl Infektionen als auch bei ausreichender Impfquote Krankheitsübertragungen verhindert werden könnten, erklärte Grüttner. Die Impfquote der Kinder in Hessen gegen Masern liege bei über 95 Prozent.

Das Thema Impfung wird zeitweise kontrovers diskutiert. Während sich die meisten impfen lassen, lehnt eine Minderheit Impfungen ab.

Sendung: hr-iNFO, 19.04.2017, 13.00 Uhr

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