Der Kleinbus des NPD-Politikers krachte gegen einen Baum.
Der Kleinbus des NPD-Politikers krachte gegen einen Baum. Bild © Feuerwehr Büdingen

Ein Politiker der rechtsextremen NPD ist bei Büdingen mit seinem Auto gegen einen Baum gefahren. Syrische Flüchtlinge waren zufällig vor Ort und zogen ihn aus dem Wrack.

Zwei Flüchtlinge aus Syrien haben einen Politiker der rechtsextremen NPD gerettet. Der 29 Jahre alte Stefan Jagsch war mit seinem Auto am vergangenen Mittwoch auf einer Bundesstraße zwischen Büdingen und Altenstadt (Wetterau) gegen einen Baum gefahren und schwer verletzt worden.

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Die beiden Retter zogen ihn aus dem Wrack. Sie hätten zu einer Gruppe Asylsuchender gehört, die zufällig in zwei Bussen am Unfallort vorbei fuhren, bestätigte ein Sprecher der Büdinger Freiwilligen Feuerwehr einen Bericht der Frankfurter Rundschau. Büdingen ist seit Dezember Standort einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Ersthelfer bei Eintreffen der Polizei nicht mehr vor Ort

Eine Polizeisprecherin in Friedberg machte am Dienstag zur Identität des Verunfallten keine Angaben. Zeugen hätten der Polizei von zwei Syrern berichtet, die Erste Hilfe geleistet hätten. Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, waren die Ersthelfer aber nicht mehr vor Ort. Dass die Ersthelfer Flüchtlinge waren, habe ihm ein Feuerwehrmann erzählt, sagte der FR-Journalist zu hessenschau.de.

Jagsch war bis vor einigen Monaten Landesvorsitzender der hessischen NPD. Bei den Kommunalwahlen am 6. März war er Spitzenkandidat der rechtsextremen Partei in seinem Wohnort Altenstadt. Dort hatte die NPD 10 Prozent der Stimmen erhalten, in Büdingen 10,2 Prozent. Sie hatte im Wahlkampf vor allem gegen die Unterkunft in der ehemaligen US-Kaserne mobilisiert.

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