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Ein Hauch von New York in Frankfurt Bild © hessenschau.de

Den Spitznamen Mainhattan trägt Frankfurt zuallererst wegen seiner Hochhäuser. Doch die Gemeinsamkeiten mit New York sind nach Ansicht des städtischen Tourismus-Chefs viel größer. Wir zeigen Ihnen, wie viel Big Apple in Frankfurt steckt.

Während der Hamburger seine Perle besingt, der Kölner "e Jeföhl" beschwört und der Münchner an der Schönheit seiner Stadt ohnehin nicht den leisesten Zweifel hegt, mangelt es dem Frankfurter in der Außendarstellung seines Wohnorts seit jeher ein wenig an Folklore.

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In aller Regel sind es diejenigen, die noch nie da waren, die von der Unwirtlichkeit der Bankenmetropole überzeugt sind. "Wir müssen darum kämpfen, dass wir neben dem Business-Charakter auch sehr viel Pep haben", sagt Thomas Feda im Gespräch mit hessenschau.de. Der Geschäftsführer der städtischen Tourismus+Congress GmbH kommt gerade von einer Roadshow aus Teheran zurück. Klinkenputzen für Frankfurt im Iran. Der Markt in Vorderasien boomt.

Kontrast zwischen Moderne und Tradition

"Es geht um den Kontrast zwischen Moderne und Tradition. Es gibt einen unheimlichen Aha-Effekt, wenn die Leute sehen, welch alte Stadt wir sind", erzählt Feda. Der Tourismus-Chef mit dem unüberhörbaren fränkischen Einschlag würde gerne noch viel mehr Menschen von seiner Wahlheimat begeistern. Mit knapp neun Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr lag Frankfurt bundesweit bereits auf Platz vier hinter Berlin, München und Hamburg. Runtergerechnet auf Übernachtungen pro Einwohner belegte die Stadt gar den Spitzenplatz.

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Nur das Wasser fehlt

Mit Westend-Prachtbauten und gläsernen Hochhaustürmen, Sachsenhäuser Apfelweinkneipen und Garküchen im Bahnhofsviertel, Museumsufer und Rooftop-Bars feilt Frankfurt an einem liebenswert-urbanen Image. Der Vergleich mit New York hat es Feda besonders angetan. Abseits der europaweit einzigartigen Skyline gebe es viele weitere Gemeinsamkeiten mit der US-Weltmetropole, sagt der Experte: "Wir haben die gleiche Internationalität, das gleiche Lebensgefühl und die gleiche Toleranz", schwärmt er.

Neben dem beachtlichen Größenunterschied der beiden Städte fällt Feda nur ein wesentlicher Gegensatz ein. "Wir haben weniger Wasser", konstatiert der Frankfurt-Franke. So sind East River, Hudson und Atlantik tatsächlich nur schwer mit dem Main zu vergleichen. Und aus fiktiven Plänen, Frankfurt ans Mittelmeer zu verlegen, ist bis dato leider nichts geworden.

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Mainhattan kommt gut an

Den Spitznamen Mainhattan nimmt Feda für die Vermarktung der Stadt dennoch gerne mit auf seine Reisen durchs In- und Ausland. "Das kommt in der Wirkung immer gut", behauptet der Tourismus-Chef. Gerade innerhalb Deutschlands und den angrenzenden europäischen Staaten spiele die beeindruckende Frankfurter Hochhaus-Kulisse, die an die Wolkenkratzer Manhattans erinnert, eine unheimlich große Rolle.

Ende Juni macht sich eine Delegation der Stadt übrigens auf den Weg über den großen Teich. "Frankfurt meets New York", heißt der Arbeitstitel des Marketingtrips. Mit Hochhäusern dürfte dort wenig zu punkten sein, mit Folklore dafür umso stärker. Ein bisschen mehr Perle und Jeföhl würden sicher auch Mainhattan guttun. It’s up to you, Frankfurt, Frankfurt.

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