Polizei Einsatz Demo Sujet
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Zu den Einheitsfeiern am Wochenende in Frankfurt werden auch gewaltbereite Gegendemonstranten erwartet. Kritisch könnte es aus Polizei-Sicht am Freitagabend werden: Während tausende Menschen in der Innenstadt Live-Konzerte hören, wollen 1.500 Demonstranten durch die Stadt ziehen.

Abgesehen von den befürchteten Taschendieben, manischen Promijägern und dem normalen Wahnsinn, den Menschenmassen so mit sich bringen, zeigt sich die Polizei vor den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit am Wochenende in Frankfurt betont gelassen.

"Ich bin beruhigt und sicher, dass wir ein schönes Fest haben werden", sagte Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Donnerstag. Schließlich freue sich die große Mehrheit auf den Veranstaltungsmarathon, zu dem von Freitag bis Sonntag rund eine Million Besucher in der Innenstadt erwartet werden.

Kritische Demo am Freitagabend

Doch nicht alle werden nur zum Feiern kommen. Mehrere linke Gruppen kritisieren angesichts der Flüchtlingskrise den Festtags-Slogan "Grenzen überwinden" und kündigten Protest an. Zahlreiche Mahnwachen und Demonstrationen sind geplant.

Kritisch könnte es besonders am Freitagabend werden, wenn rund 1.500 Teilnehmer bei einem Protestzug von der Innenstadt in Richtung Bockenheim ziehen. Währenddessen werden auf dem Opernplatz und an der Hauptwache mehrere tausend Menschen zu Live-Konzerten erwartet.

Der Veranstalter der Demonstration, der sich "Krisenbündnis Frankfurt" nennt, zeige sich bislang wenig kooperativ, so Bereswill: "Wir müssen davon ausgehen, dass es hier zu Straftaten kommt."

Polizei: Wasserwerfer in Stellung

Aber auch darauf sei man vorbereitet, betonte Einsatzleiter Harald Schneider. So wolle man etwa verhindern, dass Demonstranten unerlaubt ihre Route ändern und in Richtung der Feierlichkeiten vordringen. "Wir haben Eingreifkräfte in der Hinterhand. Es werden sicherlich auch Wasserwerfer zu sehen sein", sagte Schneider.

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Bei 200 bis 600 gewaltbereiten Linksextremen, mit denen über das Wochenende in der Stadt gerechnet wird, sei die Lage aber keinesfalls mit den schweren Krawallen bei der EZB-Eröffnung im März vergleichbar. "Konkrete Gefährdungshinweise gibt es keine", versicherte Polizeipräsident Bereswill.

Zu Land und zu Wasser

Informieren will die Polizei während der drei Festtage per Boot, Radio, Facebook und Twitter. "Unsere Steifenbeamten werden flächendeckend unterwegs sein", kündigte Einsatzleiter Schneider an.

Polizei Boot
Auch mit Polizeibooten sollen Besucher des Einheitsfestes am Mainufer informiert werden. Bild © hessenschau.de

Dort, wo es ganz nah an Prominente und Politiker herangeht, werden - ähnlich wie zuletzt beim Besuch der britischen Queen -  während der offiziellen Feiern am Samstag Sperrzonen eingerichtet. Zu Zone I haben nur geladene Gäste Zutritt, zur Zone II auch Zuschauer, die sich kontrollieren lassen müssen. Verboten sind dort Flaschen, Dosen, Megafone, Trillerpfeifen und Gegenstände, die sich als Wurfgeschosse eignen.  

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