Plakat bei "Herz statt Hetze"-Demo in Wetzlar
Plakat bei "Herz statt Hetze"-Demo in Wetzlar Bild © Sebastian Kisters, hr

Mehrere hundert Bürger und Flüchtlinge sind am Samstag in Wetzlar gemeinsam auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen eine Kundgebung von Anhängern der rechten Szene.

Unter dem Motto "Herz statt Hetze" sind am Samstagabend rund 850 Menschen durch die Wetzlarer Innenstadt zum Domplatz gezogen. Mit Luftballons in Herzform und bemalten Plakaten, die unter anderem auf die Terroranschläge von Paris aufmerksam machten, demonstrierten die Menschen für Solidarität.

Flüchtlinge demonstrieren mit

"Herz statt Hetze"-Demo in Wetzlar
"Herz statt Hetze"-Demo in Wetzlar Bild © Sebastian Kisters, hr

Organisiert wurde die Demo vom Bündnis "Bunt statt braun", von DGB, Kirchen und Antifa-Gruppen, aber auch von verschiedenen Flüchtlingsorganisationen. So nahmen an der Demo auch Flüchtlinge teil - darunter zahlreiche Kinder mit ihren Sankt-Martins-Laternen. Um eine Konfrontation mit den sich zeitgleich sammelnden Rechten zu verhindern, wählten die Veranstalter einen anderen Weg durch die Altstadt. So blieb die Situation bis zum Ende unter Kontrolle, nur einmal musste die Polizei mit Pfefferspray eingreifen, eine Person aus der linksautonomen Szene wurde dabei verletzt.

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Die Kundgebung war eine Gegendemonstration zu einem Fackelmarsch von rechten Gruppen durch die Altstadt. Rund 200 Menschen nahmen daran teil. Das Verwaltungsgericht Gießen hatte die rechte Kundgebung zugelassen, nachdem die Anmelderin des Aufmarschs gegen einen Bescheid der Stadt Wetzlar geklagt hatte. Die Stadt wollte den Fackelmarsch aus Sicherheitsgründen aus der Altstadt verbannen. Der Bescheid sei zu allgemein gehalten gewesen, befand das Gericht.

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