Schlafende Flüchtlinge in der August Schärttner Halle in Hanau
Feldbetten in einer Halle in Hanau (Archivbild) Bild © picture-alliance/dpa

Das Land Hessen übernimmt von den Kommunen die Verantwortung für Flüchtlingsnotunterkünfte. Turnhallen, Baumärkte und andere Unterkünfte sollen aufgelöst und die Menschen in die landeseigenen Erstaufnahmeeinrichtungen verlegt werden.

Die 19 landesweit durch Flüchtlinge belegten Turnhallen können künftig wieder für Schul- und Vereinssport genutzt werden. Der Grund: Das Land übernimmt - sofern die Kommunen das wünschen - die Verantwortung für Notunterkünfte, die bislang von den Kommunen verwaltet wurden.

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Auch die anderen kommunalen Unterkünfte, zum Beispiel in Baumärkten, sollen bis Ende Februar aufgelöst und die Menschen in Außenstellen der landeseigenen Erstaufnahmeeinrichtungen verlegt werden.

Noch 7.800 Flüchtlinge in vorübergehenden Unterkünften

Das teilte der Flüchtlingskoordinator der Landesregierung, Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer (CDU), den Landräten und Oberbürgermeistern am Freitagmorgen mit. Nach Angaben des Sozialministeriums befinden sich derzeit noch 7.800 Flüchtlinge in 38 Notunterkünften in Hessen.

Der Wechsel ist demnach möglich, da die Zahl der Aufnahmeplätze in den vergangenen Wochen stetig erhöht wurde. Rund 400 Asylsuchende kommen laut Sozialministerium aktuell täglich nach Hessen. Die Landesregierung rechnet in diesem Jahr mit rund 59.000 Flüchtlingen.

"Betrieb sicherlich nicht bereits ab Februar möglich"

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Flüchtlinge in Hessen

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Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) sagte, die Turn- und Sporthallen könnten in Kürze wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden. Nach Informationen von hr-iNFO sollen die Hallen, in denen derzeit noch Flüchtlinge untergebracht sind, bereits bis Ende Januar wieder frei werden.

Der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Burkhard Albers (SPD), betonte, in den derzeit noch drei von Flüchtlingen belegten Hallen könne ein regulärer Betrieb "sicherlich nicht bereits ab Februar möglich sein, da nach Rückabwicklung zunächst Instandsetzungsarbeiten notwendig werden". Es sei dennoch erfreulich, "dass ein Ende der provisorischen Regelung in Sicht ist".

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