Tweet auf dem Account des Explora Museums vom 09.01.2016 ca. 16 Uhr
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Ein Tweet des Frankfurter Explora-Museums hat am Samstagnachmittag für Aufregung gesorgt. Der Tweet beschimpft Flüchtlinge - es ist nicht der erste auf der Seite des privaten Museums.

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"Zeigt denen doch erstmal wie man richtig scheisst. Refugees out“, lautete der Tweet, der sich noch am Samstagnachmittag auf der Seite des Frankfurter Explora-Museums befand. Die Kritik eines hr-Redakteurs an dem Tweet verbreitete sich schnell.

Verantwortlich für den Twitter-Account sei der Museumsbetreiber Gerhard Stief, sagte eine Mitarbeiterin des Museums auf Anfrage von hessenschau.de. Dass das Account gehackt worden sein könnte, wollte sie weder bejahen noch ausschließen. Es sei "nicht unüblich“, dass Stief "hin und wieder seine politische Meinung schreibt".

Tweet von der Seite gelöscht

Eine Stellungnahme von Gerhard Stief war am Samstag nicht zu erhalten. Kurz nach einer schriftlichen Anfrage von hessenschau.de am Samstagabend wurde der entsprechende Tweet von der Seite gelöscht.

Hätte man die syrischen verbrecher nicht ins land gelassen wäre alles so gut wie früher..refugies not welcome. https://t.co/TmOIXPP0pZ

Doch es finden sich noch weitere Tweets, die  Zweifel daran aufkommen lassen, dass hier mit der politischen Meinung hinterm Berg gehalten wird. "Hätte man die syrischen verbrecher nicht ins land gelassen wäre alles so gut wie früher..refugies not welcome.", hieß es zum Beispiel am 8. Januar.

Museum richtet sich besonders an Kinder

Öffentliche Fördergelder erhält das Museum nach eigenen Angaben nicht. Der ehemalige Fotodesigner Stief hat es, so steht es auf seiner Website, mit eigenen Mitteln in einem alten Luftschutzbunker im Frankfurter Nordend eingerichtet und sich auf visuelle Phänomene und optische Täuschungen spezialisiert.

Mit vielen seiner Führungen richtet er sich speziell an Kinder.  Entsprechende Werbung findet ebenfalls auf Twitter statt. Und so heißt es in einem Tweet vom 29. Oktober unter anderem: "bestes #kindermuseum in #frankfurt #nordend". Im Gegensatz zu Flüchtlingen sind Oma und Opa übrigens willkommen.

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