Psycho-Attacke um Mitternacht: In Viernheim fuhr ein Unbekannter in der Nacht auf Donnerstag vor einem Asylbewerberheim vor und feuerte aus einer Schreckschusswaffe. Kein Einzelfall.

Polizeiauto im nächtlichen Einsatz
Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Es waren Platzpatronen, die Polizisten in der Nacht auf Donnerstag vor einer Flüchtlingsunterkunft in Viernheim (Bergstraße) auf der Straße fanden. Der Unbekannte, der damit Schrecken unter rund 250 Asylbewerbern verbreiten wollte, hatte die Schüsse gegen Mitternacht vor der Unterkunft abgegeben.

Er war vor das Gebäude gefahren, hielt kurz an und feuerte aus dem Fenster des Autos mehrmals in die Luft. Ein 21 Jahre alter Wachmann beobachtete den Vorfall und meldete ihn über den Notruf, wie die Polizei berichtete. Verletzt wurde niemand. Die Fahndung nach dem Täter blieb erfolglos.

Seit Monaten kommt es immer wieder zu Übergriffen gegen bewohnte Flüchtlingsheime, aber auch gegen Gebäude, in die Asylbewerber einziehen sollen. Oft sind es Farbschmierereien oder Steinwürfe, wie jüngst an einem Haus in Schlitz (Vogelsberg). Anfang Januar hatte ein Unbekannter mit scharfer Munition auf eine Flüchtlingsunterkunft in Dreieich (Offenbach) geschossen und durch ein Fenster hindurch einen schlafenden Syrer verletzt.

Das könnte Sie auch interessieren