Ostermarsch in Frankfurt
Im Schneeregen demonstrierten Friedensaktivisten in Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Mehrere tausend Demonstranten sind an Ostern für eine Welt ohne Krieg und Waffen auf die Straße gegangen. Mit Luftballons und bunten Fahnen trotzten sie in Frankfurt, Marburg und Kassel dem Schmuddelwetter.

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In Frankfurt kamen am Ostermontag bei Schneeregen nach Polizeiangaben bis zu 1.500 Teilnehmer zu der Abschlusskundgebung mit der ehemaligen SPD-Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti. Die Veranstalter sprachen von rund 2.500 Teilnehmern. Sie hatten Luftballons mit Friedenstauben, bunte Fahnen und Plakate dabei. "No zur Nato" und "Für Frieden und Abrüstung" war unter anderem zu lesen.

Unter dem Motto "Die Waffen nieder" demonstrierten auch in Kassel rund 500 Menschen, die Veranstalter sprachen von fast 1.000 Teilnehmern. In Marburg gingen rund 100 Teilnehmer des Osterspaziergangs wegen des winterlichen Wetters etwa 40 Minuten später los als geplant, wie ein Polizeisprecher berichtete. Die Veranstalter zählten etwa 300 Menschen.

Van Ooyen: Mit Waffen lassen sich keine Konflikte lösen

Mit den Kundgebungen am Ostermontag gingen die traditionellen Ostermärsche in Hessen zu Ende. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Trotz des Wetters seien mehr Menschen gekommen als im vergangenen Jahr, sagte Willi van Ooyen vom Ostermarschbüro.

"Mit der Waffe in der Hand lassen sich keine Konflikte lösen, lässt sich keine Demokratie erreichen und sind Menschenrechte nicht zu schützen", so van Ooyen. Deutschland müsse "den Kriegs- und Waffendienst verweigern".

Ostermarsch in Frankfurt
Ostermarsch in Frankfurt Bild © picture-alliance/dpa

Themen auf den Kundgebungen waren unter anderem der Bürgerkrieg in Syrien, der Umgang mit Flüchtlingen und Forderungen nach einem Stopp deutscher Rüstungsexporte. Kritik gab es auch an dem Ziel der Nato-Staaten, bis zum Jahr 2024 mindestens zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistungen für das Militär auszugeben. Redner wandten sich zudem gegen die von US-Präsident Donald Trump geplante Erhöhung des US-Verteidigungsetats.

Seit Karfreitag hatte die Friedensbewegung in mehreren Städten für eine Welt ohne Waffen und Krieg demonstriert. Den Anfang hatten am Freitag Aktivisten in Bruchköbel gemacht.

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