Vor einem Flüchtlingsheim in Lahntal ist ein Teddybär mit durchschnittener Kehle gefunden worden. Nun ermittelt der Staatsschutz. Noch keine heiße Spur gibt es nach den Steinwürfen auf eine Unterkunft in Florstadt.

Schild mit der Aufschrift Polizei
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Makaberer Fund vor einer Asylbewerberunterkunft in Lahntal-Sarnau (Marburg-Biedenkopf): Unbekannte legten am Mittwochabend zwischen 21 und 23 Uhr einen rot beschmierten Teddybären mit durchschnittener Kehle vor das Gebäude, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte.

Die Beamten suchen nun Zeugen des Vorfalls. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Diese würden in alle Richtungen geführt, sagte der Polizeisprecher, "das schließt die Überprüfung eines etwaigen fremdenfeindlichen Hintergrunds mit ein".

Keine konkreten Hinweise auf Tatverdächtige in Florstadt

Mit Steinen warfen Unbekannte Scheiben der Flüchtlingsunterkunft ein.
Mit Steinen warfen Unbekannte Scheiben der Flüchtlingsunterkunft ein. Bild © hr

Im Fall der Steinwürfe auf eine Flüchtlingsunterkunft in Florstadt (Wetterau) geht die Polizei bereits von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Es waren Zettel mit Äußerungen wie "Tötet Asylanten" gefunden worden. Unbekannte hatten in der Nacht zum Mittwoch faustgroße Zierkieselsteine auf drei Scheiben des Gebäudes im Stadtteil Nieder-Florstadt geworfen. Zwei Fenster gingen zu Bruch.

Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung wurden aufgenommen. Auch muss laut Polizei geprüft werden, ob die Zettel den Tatbestand der Anstiftung zu Straftaten erfüllen. Konkrete Tatverdächtige hat die Polizei noch nicht, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte.

Auto mit weißem Klebeband umwickelt

Auch zwei Fenster eines Gebetsraums der Ahmadiyya-Gemeinde in Nieder-Florstadt waren in der Nacht zum Mittwoch eingeschlagen worden. Einen Zusammenhang mit den Steinwürfen gegen das Flüchtlingsheim schließt die Polizei nicht aus.

Die Beamten ermitteln zudem in einem weiteren Fall, der möglicherweise in Verbindung mit den anderen beiden steht. Unbekannte umwickelten den Angaben zufolge ebenfalls in der Nacht ein Auto mit weißem Klebeband, das in der Nähe der Gemeinde und dem Fundort der fremdenfeindlichen Zettel abgestellt war.

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