Unterricht an einer Schule in Wiesbaden.
Unterricht an einer Schule in Wiesbaden. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Schon jetzt gibt es in Hessen zu wenige Grund- und Förderschullehrer - und der Bedarf wird angesichts steigender Schülerzahlen weiter steigen. Fünf Universitäten haben nun darauf reagiert.

Ab dem Wintersemester 2017/18 würden 315 zusätzliche Studienplätze zur Verfügung stehen, kündigte die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) am Freitag nach einem Treffen in Gießen an. Finanziert würden die neuen Plätze vom Land.

Studie warnt vor "dramatischem Engpass"

In Deutschland gehen einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge im Jahr 2025 rund eine Million Kinder mehr zur Schule als bislang angenommen. Es drohe ein "dramatischer Engpass" an Lehrern und Gebäuden, heißt es in der Studie. 

Die hessischen Universitäten erwarteten zudem auf absehbare Zeit generell eine hohe Nachfrage nach Studienplätzen, erklärte der KHU-Sprecher und Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Joybrato Mukherjee.

Bund-Länder-Pakt endet 2020

Es werde daher voller Sorge gesehen, dass der Bund-Länder-Hochschulpakt 2020 ausläuft. Bund und Länder haben sich in diesem Pakt darauf geeinigt, zusätzliche Studienmöglichkeiten gemeinsam zu finanzieren. Mukherjee forderte ein auf Dauer angelegtes und ausreichend finanziertes Bund-Länder-Programm im Anschluss an den Pakt.

In der KHU haben sich fünf Universitäten in Hessen zusammengeschlossen: die Präsidien der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Universität Kassel und der Philipps-Universität Marburg.

Sendung: hr-iNFO, 14. Juli 2017, 16.00 Uhr

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