Neonazis mit Fackeln
Büdingen will die Fackeln beim Aufmarsch verhindern Bild © picture-alliance/dpa

Rechtsradikale dürfen am Samstag bei ihrem Aufmarsch in Büdingen auch Fackeln tragen. Das Verwaltungsgericht Gießen hob ein entsprechendes Verbot der Stadt am Donnerstag auf. Das allerletzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

Das Verwaltungsgericht Gießen habe das von der Stadt Büdingen (Wetterau) verhängte Verbot von Fackeln beim Neonazi-Aufmarsch am Samstag aufgehoben, wie Bürgermeister Erich Spamer (FWG) am Donnerstagabend dem hr bestätigte. Das Gericht habe den Fackelzug genehmigt, da zu anderen Gelegenheiten in Büdingen ebenfalls Umzüge etwa mit Kerzen stattfänden.

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+++ Update vom 29. Januar: Büdingen zieht für Fackel-Verbot vor Gericht +++

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Die Stadt prüft allerdings, ob sie gegen die Gießener Entscheidung noch Rechtsmittel beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof einlegen wird. Sie hatten den Fackelzug unter anderem aus Sicherheitsgründen untersagt, da er durch die historische Altstadt mit hunderten von eng aneinander stehenden Fachwerkhäusern führen soll.

Historisch vorbelastetes Datum

Zu dem Aufmarsch der Rechten werden etwa 200 Teilnehmer erwartet. Das Datum ist historisch vorbelastet: Am 30. Januar 1933 waren anlässlich der "Machtergreifung" Hitlers Nationalsozialisten mit Fackeln durch das Brandenburger Tor in Berlin gezogen.

Gegen den Fackelzug und für Toleranz wollen am Samstag mehrere Hundert Menschen ebenfalls in Büdingen demonstrieren. Die Polizei werde mit einer Vielzahl von Beamten vor Ort sein, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

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