Collage aus: René Magritte, La lampe philosophique | Henri Matisse, Großer liegender Akt | Herkules in Kassel
René Magritte "La lampe philosophique", Henri Matisse "Großer liegender Akt" und der Herkules in Kassel Bild © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 | picture-alliance/dpa

Eine Magritte-Schau in der Schirn, Matisse im Städel und ein 300-jähriges Geburtstagskind in Kassel, das gelassen auf die documenta blickt: Das Ausstellungsjahr 2017 bringt große Kunst nach Hessen. Die Highlights.

Januar | Februar | März | April | Mai | Juni
Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Januar

Der Weg ist das Ziel. Gemäß dieser Konfuzius-Weisheit war der Bildhauer Hans Schabus mit dem Fahrrad quer durch die USA unterwegs. Es wurde zu einer Reise mit und zu sich selbst. Die Ausstellung "The Long Road from Tall Trees to Tall Houses" (24. Januar bis 1. Mai) in der Kunsthalle Darmstadt nimmt die Besucher mit auf diese spannende Reise.

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Hans Schabus, The Long Road from Tall Trees to Tall Houses, July 17th, 2015

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zum Audio "Die Ausstellung wirkt wie ein großes Reisetagebuch"

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2017 jährt sich der Todestag von Maria Sibylla Merian zum 300. Mal. Das Museum Wiesbaden ehrt das Werk der bedeutenden Naturforscherin mit einer Ausstellung (13. Januar bis 9. Juli). Im Oktober zeigt dann auch das Städel Museum Frankfurt Zeichnungen und Druckgrafiken mit Blumendarstellungen des 15. bis 18. Jahrhunderts.

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Morphofalter (Morpho menelaus) aus der Sammlung Merian

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zum Audio Eine Hommage an die Naturforscherin Maria Sibylla Merian

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Februar

René Magritte ist ein Magier der verrätselten Bilder. Unter dem Titel "Magritte. Der Verrat der Bilder" widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt dem belgischen Surrealisten eine Einzelschau mit Leihgaben aus aller Welt (10. Februar bis 5. Juni). Magritte beschäftigte sich ein Leben lang damit, der Malerei eine der Sprache gleichrangige Bedeutung zu verleihen. Entstanden sind einzigartige Werke voller philosophischer Tiefe - für die Besucher eine anregende Gedankenreise.

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René Magritte, La lampe philosophique, 1936

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zum Audio Bilder, die Rätsel aufgeben

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Wie stellt man dreidimensionale Formen in der Fläche dar? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung "In die dritte Dimension, Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur zeitgenössischen Konzeptkunst" (15. Februar bis 14. Mai). Die Schau im Städel Museum Frankfurt setzt bei den geometrischen Kompositionen von Laszlo Moholy-Nagy aus dem Jahr 1923 an und führt bis in die Gegenwart.

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Sol LeWitt "Distorted Cubes", 2001 - Linolschnitt auf Tiefdruckpapier

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zum Audio "Raum greifen mit einer einzigen schwarzen Linie"

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März

Wenn man denkt "Boah, das ist jetzt aber schon böse", dann könnte es sein, dass man vor einem Cartoon von Ari Plikat steht. Das Caricatura Museum Frankfurt zeigt vom 23. März bis 23. Juli Garstiges mit hohem Schenkelklopffaktor aus der Plikat-Feder.

Cartoon "Kinderlosenteller" von Ari Plikat
Cartoon "Kinderlosenteller" von Ari Plikat Bild © Ari Plikat

Happy Birthday, Kasseler Herkules. Der nackte Held wird 300 Jahre alt, und das feiert Kassel mit einer Sonderausstellung "herkules 300" (31. März bis 8. Oktober) im Schloss Wilhelmshöhe. Skulpturen, Gemälde und Grafiken werden gezeigt, außerdem antike Exponate, die den griechischen Heldenmythos beleuchten.

Herkules in Kassel
Herkules in Kassel Bild © picture-alliance/dpa

Liebe, Fruchtbarkeit und Leben, aber auch Hass, Wut und Tod: Wohl kaum eine Farbe weckt so viele Assoziationen und Emotionen wie Rot. Im Film ist Rot häufig ein bewusst eingesetztes Mittel. Wie das genau funktioniert und welche Eindrücke entstehen, untersucht die Ausstellung "ROT. Eine Filminstallation im Raum" (8. März bis 13. August) im Deutschen Filmmuseum Frankfurt.

Eine rote Farbfläche - die für die Ausstellung ROT im Filmmuseum wirbt.
Eine Fläche für Emotionen und Assoziationen Bild © Deutsches Filmmuseum

Der Jawlensky-Preis der Stadt Wiesbaden wird 2017 an Richard Serra verliehen. Die dazu gehörende Preisträgerausstellung "Props, Films, Early Works" (17. März bis 18. Juni) im Museum Wiesbaden wird eine schwergewichtige Schau mit viel Blei und einigem Gummi.

Richard Serra, Right Angle Prop, 1969/93
Richard Serra, Right Angle Prop, 1969/93 Bild © Museum Wiesbaden

Die 50er Jahre, eine Zeit des Aufbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg. "Ersehnte Freiheit", so der Titel einer Schau (19. März bis 9. Juli) im Museum Giersch in Frankfurt. In der Ausstellung werden drei der wichtigsten Künstlergruppen jener Zeit, "Zen 49" (München), "Junger Westen" (Recklinghausen) und "Quadriga" (Frankfurt) einander gegenübergestellt. Das Jahrzehnt des Neuanfangs, eine Dekade der Unsicherheit und der Suche.

Willi Baumeister "Phantom mit roter Figur" (1953)
Willi Baumeister "Phantom mit roter Figur" (1953) Bild © VG Bild-Kunst, Bonn, 2016

Freunde morbiden Humors dürfen sich auf die Einzelausstellung von Michael Holtschulte (4. März bis 1. Mai) in der Caricatura Kassel freuen. Der ist nicht nur seit Jahren viel gedruckter Cartoonist in diversen Zeitschriften von der taz bis zur Titanic. Sein inzwischen seit zwölf Jahren laufendes Projekt "Tot, aber lustig" ist noch immer äußerst lebendig. In der Caricatura zeigt er seine Vielseitigkeit mit Cartoons, Gemälden und Objekten.

Lügenpresse-Cartoon von Michael Holtschulte - Pinoccio am Zeitungskiosk "Einmal Lügenpresse, bitte"
Bild © Michael Holtschulte/Caricatura

Kunst auf kleinstem Raum zeigt die Mathildenhöhe Darmstadt in ihrer Schau "Ornament im Quadrat" (12. März bis 28. Mai). Eine schier unerschöpfliche Fülle an Bildmotiven auf Wand- und Bodenfliesen entstand zur Zeit des Jugendstils. Gezeigt werden 150 vorwiegend englische Fliesen, die nach einer Schenkung erstmals zu sehen sind.

Drei Fliesen: Fliese mit Blumenornament, um 1900, William de Morgan, Fliese mit drei gelben Gänseblümchen, 1882-1888, Fliese mit Blumenornament, 1900-1908
Links und rechts zwei Fliesen mit Blumenornamenten (um 1900), in der Mitte Fliese mit gelben Gänseblümchen (William de Morgan, 1882-1888) Bild © Institut Mathildenhöhe / Städtische Kunstsammlung Darmstadt, Foto: Gregor Schuster

Hoppel und hüpf - in der Frühjahrsausstellung der Kinderakademie Fulda (6. März bis 23. April) dreht sich alles um Meister Lampe. "Hasenspuren - von Hasen und Osterhasen" bringt Kindern und auch größeren Besuchern die Hoppler näher. Was unterscheidet den Hasen vom Kaninchen? Was haben Hasen mit dem Osterfest zu tun? Und wie gut kann ein Hase eigentlich sehen?

Feldhase im grünen Gras
Feldhase Bild © picture-alliance/dpa

Bei den Fotografien von Thomas Wrede muss man manchmal ganz genau hinschauen. Seine Arbeiten bewegen sich auf der Grenze zwischen Modell und Wirklichkeit. Da werden Spielzeugautos plötzlich zu dicken Karren, ein Erdhaufen wirkt wie ein gigantisches Gebirge. Das Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg zeigt vom 12. März bis 5. Juni die Schau "Modell Landschaft".

Thomas Wrede, Real Landscapes, Nach der Flut, 2012
Thomas Wrede, Real Landscapes, Nach der Flut, 2012 Bild © Thomas Wrede

April

"Fotografien werden Bilder" heißt die Schau im Frankfurter Städel Museum, die sich vom 27. April bis 13. August den Schülern der legendären "Becher-Klassen" an der Düsseldorfer Kunstakademie widmet. Sie haben die Fotografie in den 1990er-Jahren international wesentlich geprägt und der künstlerischen Fotografie einen neuen Stellenwert gegeben. Gezeigt werden über 150 teils großformatige Arbeiten.

Andreas Gursky "Charles de Gaulle", 1992
Andreas Gursky "Charles de Gaulle", 1992 Bild © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Das Museum Wiesbaden präsentiert vom 30. April bis 9. Juli eine Emil-Nolde-Schau mit dem Titel "Die Grotesken", die allerhand Überraschendes birgt. Seine Südsee-Bilder und Blumenlandschaften sind bekannt. Das Phantastische und das Groteske allerdings, sind mindestens ebenso sehenswert. Gezeigt werden etwa 30 Gemälde und 80 Werke auf Papier, die zum Teil noch nie öffentlich zu sehen waren.

Emil Nolde, Frühmorgenflug, 1940
Emil Nolde, Frühmorgenflug, 1940 Bild © Nolde Stiftung Seebüll

Mai

Seit 25 Jahren gibt es am Blauen See in Kassel den Künstlerfriedhof, auf dem sich Künstler noch zu Lebzeiten ein eigenes Grabmal gestalten können. Das Gesamtkunstwerk, von Harry Kramer als "work in progress" initiiert, ist eine vorausschauende Inszenierung des eigenen Abschieds. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel nimmt das Jubiläum zum Anlass für die Schau "Lively passings" (Mai bis September).

Künstlernekropole Kassel - das aus Stahlplatten bestehende Grabmal des Künstlers Ugo Dossi.
Künstlernekropole Kassel - das aus Stahlplatten bestehende Grabmal des Künstlers Ugo Dossi. Bild © picture-alliance/dpa

Halali! Eine Sonderausstellung im Schloss Fasanerie in Fulda dreht sich vom 13. Mai bis 5. November um die Höfische Jagd in Hessen. Die diente den Landesherren in Kassel und Darmstadt in ihren prächtigen Jagdschlössern nicht nur als Zeitvertreib und Vergnügen. Vielmehr war sie als prachtvolle Inszenierung ein Instrument der Politik und der Disziplinierung von niederem Adel und Untertanen.

Johann Heinrich Tischbein: "Hirschjagd in der Karlsaue" (1766)
Johann Heinrich Tischbein: "Hirschjagd in der Karlsaue" (1766) Bild © Kulturstiftung des Hauses Hessen

Die Gruppenausstellung "Planet 9" (30. Mai bis 27. August) in der Kunsthalle Darmstadt verspricht ein Feuerwerk der visuellen Künste in Kooperation mit Theater, Musik, Film und Literatur zu werden. Wochenweise wird sich die Präsentation in der Kunsthalle verändern, deren Einzelkunstwerke dem Motiv "Planet 9" folgen. Die These von der Existenz eines massereichen Planeten am Rand unseres Sonnensystems bietet Raum für künstlerisches Schaffen und die meisten der Arbeiten entstehen extra für die Ausstellung in Darmstadt.

 Regina Silveira, Touch, 2017, Computersimulation
Regina Silveira, Touch, 2017, Computersimulation Bild © Regina Silveira

Juni

Die Welt der zeitgenössischen Kunst trifft sich vom 10. Juni bis 17. September auf der documenta in Kassel. In zahlreichen Ausstellungen werden das Fridericianum und viele weitere Standorte in Kassel bespielt. Für ein erstes großes Kunstwerk, das "Parthenon der Bücher", das auf dem Friedrichsplatz entstehen wird, sammelt die Künstlerin Marta Minujin Bücher.

Friedens-Agora der Künstlerin Marta Minujín aus 25.000 Büchern in Buenos Aires (2013)
Friedens-Agora der Künstlerin Marta Minujín aus 25.000 Büchern in Buenos Aires (2013) Bild © picture-alliance/dpa

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt ist im Besitz außergewöhnlicher französischer Zeichnungen des 16. bis 18. Jahrhunderts. Im Louvre in Paris waren die Zeichnungen auch schon vor einigen Jahren zu sehen. Erstmals werden die Blätter nun auch in Darmstadt gezeigt in der Schau "Höhepunkte der französischen Zeichenkunst vom 16. bis 18. Jahrhundert" (8. Juni bis 3. September).

Antoine Denis Chaudet "Derjenige, der gibt, bekommt es von Gott zurück"
Antoine Denis Chaudet "Derjenige, der gibt, bekommt es von Gott zurück" Bild © Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Es ist schöne Tradition, dass die Caricatura in Kassel in documenta-Jahren ihre ebenfalls durchnummerierte Schau "caricatura" an den Start bringt. In diesem Jahr heißt es also "caricatura 7 - Systemfehler" (3. Juni bis 17. September). Vesprochen werden "weltpolitische Empfehlungen der Komischen Kunst".

Cartoon "Globalisierungsgegner" von Harm Bengen
"Globalisierungsgegner" von Harm Bengen Bild © Harm Bengen/Caricatura

Pilze bestimmen unser Leben, meist jedoch von uns unbemerkt. Während Steinpilz und Pfifferling auf dem Teller gerne gesehen sind, lösen Schimmelpilze weniger Begeisterung aus. Die Ausstellung "Pilze. Nahrung, Gift und Mythen" (11. Juni bis 5. August) im Museum Wiesbaden stellt über 1.000 Pilze vor und liefert ein faszinierendes Bild der Vielfalt an Farben, Formen und Lebensweisen.

Pilz Amanita echinocephala
Pilz Amanita echinocephala Bild © Museum Wiesbaden/Bernd Fickert

Juli

Seit 2015 lädt das Museum Wiesbaden Künstler ein, Projekte und Arbeiten für die Ausstellungsräume auf der zweiten Ebene des Museums "maßanzufertigen". In diesem Jahr ist dort Thomas Werners Schau "Echte Oberfläche" (28. Juli bis 29. Oktober) zu sehen. Seinen großen Leinwänden stellt er Arbeiten in Tempera auf Wellkarton und auf Gips gegenüber.

Thomas Werner, Marquette, 2016
Thomas Werner, Marquette, 2016 Bild © Thomas Werner

August

Frank Hoppmann, zu Studienzeiten Gerichtszeichner, arbeitet als Hauszeichner für "Die Welt" und "Welt am Sonntag". Politische Karikaturen, Porträts, Cartoons mit feinem Strich - Hoppmanns Arbeiten sind so vielfältig, dass die Caricatura Frankfurt ihm eine umfangreiche Einzelausstellung (3. August bis 3. Dezember) widmet.

Angela-Merkel-Karikatur von Frank Hoppmann
Angela-Merkel-Karikatur von Frank Hoppmann Bild © Frank Hoppmann

Eine Ausstellung in der Naturhistorischen Sammlung des Museums Wiesbaden nimmt der Deutschen liebstes Obst genauer unter die Lupe. "Pomologie" heißt die Schau (27. August bis 28. Januar 2018), die sich rund um den Apfel dreht.

Danziger Kantapfel
Danziger Kantapfel Bild © Museum Wiesbaden/Bernd Fickert

Sibylle - die Zeitschrift galt in der DDR als Vogue des Ostens und war regelmäßig vergriffen. Die Schau "Sibylle - Die Fotografen" (30. August bis 26. November) in den Opelvillen Rüsselsheim beleuchtet die Bedeutung der Frauenzeitschrift für die Entwicklung der Fotografie und die künstlerische Bildsprache in Ostdeutschland.

Ausschnitt aus der Frauenzeitschrift Sibylle, 1984/1, Seite 16-17
Ausschnitt aus der Frauenzeitschrift Sibylle, 1984/1, Seite 16-17 Bild © Ulrich Wüst

September

"Es lebe die Malerei!" Mit diesem Ausruf grüßte Henri Matisse seinen Freund Pierre Bonnard am 13. August 1925. Den kurzen Worten auf einer Postkarte folgte ein gut zwanzig Jahre dauernder Briefwechsel. Die Sonderausstellung "Bonnard-Matisse. "Es lebe die Malerei!" (13. September bis 14. Januar 2018) im Frankfurter Städel Museum widmet sich dieser außergewöhnlichen Künstlerfreundschaft. Rund 100 Gemälde, Plastiken und Zeichnungen werden in einen Dialog gesetzt und zeigen die Entwicklung der europäischen Avantgarde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Henri Matisse, Großer liegender Akt (1935)
Henri Matisse, Großer liegender Akt (1935) Bild © Succession H. Matisse / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Oktober

Zum 300. Todestag der Frankfurter Kupferstecherin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian zeigt das Städel Museum Zeichnungen und Druckgrafiken von Blumendarstellungen des 15. bis 18. Jahrhunderts. "Maria Sibylla Merian und die Kunst der Pflanzendarstellung" heißt die Schau, die vom 11. Oktober bis 14. Januar 2018 zu sehen ist. Ausgestellt werden unter anderem prachtvolle Blumenbücher sowie Apothekerbücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Maria Sibylla Merian "Weiße Cyclamen" und "Buschrose mit Miniermotte"
Maria Sibylla Merian "Weiße Cyclamen" und "Buschrose mit Miniermotte" Bild © Städel Museum - ARTOTHEK

"Entre Terre e Mar. Zwischen Erde und Meer", so der Titel einer Ausstellung (12. Oktober bis 26. August 2018) im Weltkulturen Museum Frankfurt. Die Schau präsentiert zeitgenössische politisch-poetische Interventionen der Künstler Ayrson Heráclito aus Brasilien und Rigo 23 aus Portugal.

Ayrson Heraclito, Bori (Speiseopfer für die Götter), 2009, Performance und Installation, Belo Horizonte
Ayrson Heraclito, Bori (Speiseopfer für die Götter), 2009, Performance und Installation, Belo Horizonte Bild © Marcelo Terca Nada

Vor 100 Jahren zeigte das Museum Wiesbaden erstmals die private Kunstsammlung von Heinrich Kirchhoff. Damit erwarb sich die Bäderstadt auf einen Schlag den Ruf als Zentrum der Avantgarde. Die Ausstellung "Der Garten der Avantgarde" (27. Oktober bis 24. Februar 2018) zeigt die Entwicklung der Sammlung vom Impressionismus mit Corinth, Liebermann und Slevogt über den Expressionismus mit Chagall, Kokoschka und Lehmbruck hin zur Abstraktion mit Moholy-Nagy.

Marc Chagall, Der Geburtstag, 1915
Marc Chagall, Der Geburtstag, 1915 Bild © Digital Image, Scala, Florence / VG Bild-Kunst, Bonn

November

Dem Museum Angewandte Kunst in Frankfurt ist ein Coup gelungen. Die Modedesignerin Jil Sander hat ihre weltweit erste Ausstellung (3. November bis 6. Mai 2018) an das Museum vergeben. Auf 3.000 Quadratmetern präsentiert die Designerin in raumgreifenden multimedialen Installationen die Auswirkungen ihrer Gestaltungshaltung auf Ästhetik, Material und Form von Mode- und Produktdesign, Architektur und Gartenkunst.

Jil Sander und von ihr entworfene Mode
Die weltweit erste Jil-Sander-Ausstellung kommt ins MAK Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Der Architekt Otto Bartning entwickelte die grundlegenden Ideen des Bauhauses in Weimar. Mit seinen modernen Wohn- und Kirchenbauten war er ein maßgeblicher Impulsgeber des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Mathildenhöhe Darmstadt widmet Bartning unter dem Titel "Architekt einer sozialen Moderne, 1883-1959" eine Sonderausstellung (19. November bis 18. März 2018).

Otto Bartning, Modell der Sternkirche, 1922
Otto Bartning, Modell der Sternkirche, 1922 Bild © Foto: Otto Hartmann

Das Museum Wiesbaden präsentiert mit "Delacroix - Courbet - Ribot" (10. November bis 25. März 2018) die große Epoche der Französischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Anhand von rund 80 Graphiken und Zeichnungen sowie über 30 Gemälden zeichnet die Ausstellung den Weg der französischen Kunst nach, die Vorbild und Maßstab für die europäischen Künstler wurde.

Gustave Courbet, Brandungswogen mit drei Segelschiffen, um 1870
Gustave Courbet, Brandungswogen mit drei Segelschiffen, um 1870 Bild © Privatsammlung

Dezember

Es ist ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit. Einst wurde bei Bauarbeiten in Mainz ein Goldschatz mit fürstlichen Schmuckstücken entdeckt, größtenteils unterschlagen und in den Kunsthandel gebracht. Auf Umwegen über Russland landete er nach der Wende in Berlin. Die Ausstellung "Der Mainzer Goldschmuck" (8. Dezember bis 11. März 2018) im Hessischen Landesmuseum Darmstadt vereint zum ersten Mal alle Teile des Schatzes und erzählt seine aufregende Geschichte.

Mainzer Tassel, Rheinland, Ende 10. Jahrhundert, Gold, Saphire, Amethyste, Perlen, Glas
Mainzer Tassel, Rheinland, Ende 10. Jahrhundert, Gold, Saphire, Amethyste, Perlen, Glas Bild © Wolfgang Fuhrmannek, HLMD

Dem "Selbstporträt" widmen die Opelvillen Rüsselsheim eine umfangreiche Ausstellung (13. Dezember bis 8. April 2018). Gezeigt werden Selbstbildnisse aus der Sammlung Frerich mit Arbeiten aus dem Impressionismus (Liebermann und Slevogt), dem Expressionismus (Pechstein, Barlach) und der Neuen Sachlichkeit (Beckmann, Dix).

Installationsansicht, "Unsere Werte. Die Sammlung Frerich – Selbstporträts auf Papier"
Installationsansicht, "Unsere Werte. Die Sammlung Frerich – Selbstporträts auf Papier" Bild © Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren

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