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Weißer Rauch über dem Kasseler Zwehrenturm, der künstlerische Leiter der 14. documenta Adam Szymczyk in Athen. Bild © picture-alliance/dpa (Montage: hessenschau.de)

Als in der griechischen Hauptstadt die documenta 14 eröffnet wurde, stieg in ihrer Geburtsstadt Kassel weißer Rauch auf. Ein "optimistischer und warmer Gruß" an den documenta-Partnerstandort Athen.

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Mit einem Festakt wurde die documenta 14 am Samstag am Zweit-Standort Athen eröffnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein griechischer Amtskollege Prokopis Pavlopoulos betonten die Bedeutung der Kunst für Europa.

Zeitgleich stieg in Kassel weißer Rauch auf - mit der Arbeit "Expiration Movement" des Künstlers Daniel Knorr soll an allen 163 Tagen der Ausstellung ein "optimistischer und warmer Gruß" in die griechische Hauptstadt gesendet werden, so die documenta-Veranstalter.

Lange Besucherschlangen am Eröffnungstag

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Der künstlerische Leiter der weltweit größten Ausstellung für zeitgenössische Kunst, Adam Szymczyk, betonte die politische Ausrichtung der documenta und zeigte sich vor allem froh darüber, dass es nun endlich losgeht. "Eigentlich ist die Ausstellung schon längst eröffnet", sagte er mit Blick auf die dreijährige Vorbereitungszeit: "Diese Eröffnung ist eher symbolisch." In Athen hatte es auch viele kritische Stimmen zur diesjährigen Kooperation der Kasseler documenta mit der griechischen Hauptstadt gegeben.

Die documenta findet erstmals seit ihrem Bestehen gleichberechtigt in zwei Städten statt. In Athen läuft sie vom bis zum 16. Juli, in der traditionellen documenta-Stadt Kassel wird sie am 10. Juni eröffnet und bis zum 17. September dauern. In Athen bildeten sich bereits am Samstagvormittag an manchen Ausstellungsorten lange Besucherschlangen. An mehr als 40 Standorten in der Stadt werden über 150 Künstler in den kommenden drei Monaten ihre Werke, Performances und Installationen präsentieren.

Steinmeier: Für ein starkes Europa

Bundespräsident Steinmeier in Athen
Es gibt viel zu sehen: Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, seine Frau Elke Büdenbender, und Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien (v. l. n. r.) vor Masken des Künstlers Beau Dick in Athen. Bild © picture-alliance/dpa

Der Bundespräsident rief bei der Eröffnungsveranstaltung zur Überwindung politischer und ökonomischer Gräben auf und sprach sich für ein starkes "Europa der 27" aus. Die Eurokrise mit den notwendigen Umbrüchen in Wirtschaft und Gesellschaft seien ein tiefer Einschnitt gewesen, sagte der ehemalige Außenminister Steinmeier.

Noch dazu verlange die Flüchtlingskrise dem Land enorme Leistungen ab - Griechenland habe dden Krieg in Syrien und die Krise in der Türkei in unmittelbarer Nachbarschaft. Aus europäischer Perspektive sei die Unterstützung Griechenlands in den letzten Jahren gleichzeitig eine "beispiellose Solidaritätsleistung gewesen", sagte Steinmeier in seiner Rede.

Sendung: hessenschau, 8.4.2017, 19:30 Uhr

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