Kellerdepot der Neuen Galerie in Kassel
Im Kellerdepot der Neuen Galerie werden die Bilder bis Herbst eingelagert. Bild © Jens Wellhöner (hr)

+++ Neue Galerie schafft Platz +++ Kunstminister weist Unterfinanzierung zurück +++ Geschäftsführerin: documenta nicht ausreichend finanziert +++ Ticket kostet 22 Euro +++ Noch viele Baustellen +++ Kassel bekommt 16-Meter-Obelisk +++

+++ Neue Galerie Kassel schafft Platz für documenta +++

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zum Video Neue Galerie räumt ihre Kunstsammlung ins Depot

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Für die documenta räumt die Neue Galerie in Kassel ihre Räume fast komplett leer. Insgesamt müssten mehr als 200 Kunstwerke entfernt und im Depot des Hauses untergebracht werden. Nur einige wenige Werke wie etwa die empfindliche Rauminstallation "Isola" von Mario Merz blieben an ihrem Ort, sagte Bernd Küster, Direktor des Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Das Werk werde komplett "eingehaust" und nicht zu sehen sein. Ebenfalls an seinem Ort erhalten und weiter zugänglich bleibe der Beuys-Raum mit der zentralen Installation "Das Rudel".

DIENSTAG, 21. MÄRZ

+++ Minister weist Unterfinanzierung zurück +++

Weitere Informationen

Die wichtigste Schau zeitgenössischer Kunst - die documenta - startet am 10. Juni in Kassel. Die Kunstschau hat in diesem Jahr zwei Spielstätten. Bereits am 8. April eröffnet die documenta in Athen ihre Pforten. Wir halten Sie in diesem Ticker auf dem Laufenden.

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Kunstminister Boris Rhein (CDU) hat die Vorwürfe von documenta-Chefin Annette Kulenkampff einer zu geringen öffentlichen Förderung der Kunstschau zurückgewiesen. Das Land Hessen unterstütze die documenta so stark wie nie zuvor, erklärte er. Rhein verwies darauf, dass sein Ministerium die documenta 14, ihre Vorbereitung sowie den Ausstellungsbetrieb im Museum Fridericianum mit rund 13,8 Millionen Euro unterstütze. "Seit Bestehen der documenta wurden die Zuwendungen des Landes unter Beachtung des geltenden Haushaltsrechts und der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers kontinuierlich den steigenden Anforderungen angepasst", erklärte der Minister. Hier nun von einer Unterfinanzierung zu sprechen, halte er für nicht angemessen.

MONTAG, 20. März

+++ Geschäftsführerin: documenta nicht ausreichend finanziert +++

documenta-Chefin Annette Kulenkampff will mehr öffentliche Gelder für die alle fünf Jahre stattfindende Kunstschau. "Dass sich die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst zur Hälfte selbst finanzieren muss, ist auf Dauer nicht tragfähig", sagte Kulenkampff im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Für die in diesem Jahr stattfindende documenta 14 gibt es einen Finanzrahmen von 34 Millionen Euro. Rund die Hälfte des Geldes kommt vom Land Hessen, der Stadt Kassel und der Kulturstiftung des Bundes. Die andere Hälfte muss die documenta selbst erwirtschaften. "Im Verhältnis zur Finanzierung von Theatern ist die documenta durch die öffentliche Hand unterfinanziert", sagte Kulenkampff.

+++ documenta-Ticket kostet 22 Euro +++

Im Gespräch mit der dpa nannte documenta-Chefin Annette Kulenkampff die Eintrittspreise für die Kunstschau. Das Tagesticket kostet 22 Euro, zwei Tage documenta sind für 38 Euro zu haben und eine Dauerkarte kostet einen Euro pro Tag, also 100 Euro in Kassel. Viele der Ausstellungsorte in Athen sind kostenfrei zugänglich, die meisten Partnerinstitutionen dort erheben ihre regulären Eintrittspreise.

+++ Noch viele Großbaustellen vor Start der Kunstschau +++

Wenige Wochen vor Start der documenta wird an vielen Straßen in Kassel noch kräftig gebaggert. Nach Angaben der HNA sind gleich mehrere Verkehrsachsen betroffen. Ihren Höhepunkt erreichen die Bauaktivitäten demnach in den Osterferien.

DIENSTAG, 14. MÄRZ

+++ Kassel bekommt 16-Meter-Obelisk +++

Videobeitrag

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zum Video Ein Obelisk für die Kasseler documenta

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Ein 16 Meter hoher Obelisk wird in Kassel als weithin sichtbares Erkennungszeichen der documenta 14 errichtet. Es handele sich um eine "künstlerische Arbeit, die auf dem Königsplatz aufgestellt und gestaltet wird", sagte documenta-Sprecherin Maxie Fischer. Wer der Künstler ist und was er damit ausdrücken möchte - dass wollten die documenta Verantwortlichen noch nicht verraten.

SAMSTAG, 11. MÄRZ

+++ 150 Künstler zur documenta eingeladen +++

150 Künstler zeigen auf der documenta 14 neue Werke. Diese Zahl nannte der künstlerische Leiter, Adam Szymczyk, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Mitwirkende im Sinne von lebenden Künstlern, die schriftlich eingeladen wurden, aktuelle Arbeiten zu zeigen. Dazu kommen einige historische Positionen sowie Leihgaben aus Museen und Archiven", sagte der gebürtige Pole, der die Ausstellung verantwortet.

DIENSTAG, 7. MÄRZ

+++ Athener Museum zieht ins Fridericianum +++

Audiobeitrag
documenta-Leiter Adam Szymczyk und Katerina Koskina, Leiterin des Nationalen Museums für Zeitgenössische Kunst (EMST) in Athen bei einer Pressekonferenz in Kassel

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zum Audio Werke aus Athener Museum ziehen nach Kassel

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Das Museum für Zeitgenössische Kunst (EMST) in Athen zeigt zur documenta in Kassel einen Teil seiner Ausstellung im Fridericianum. Insgesamt sollen etwa 230 Werke von 70 Künstlern zu sehen sein. Das kündigten der künstlerische Leiter der documenta, Adam Szymczyk, und die EMST-Direktorin Katerina Koskina in Kassel an.

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