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16 Meter hoher Obelisk aufgebaut +++Null-Euro-Schein für documenta +++ Mehr verbotene Bücher gesucht +++ documenta-Hotels ausgebucht +++ documenta setzt aufs Fahrrad +++ Steinmeier eröffnet Kunstschau +++ Nora Sternfeld wird documenta-Professorin

Obelisk für documenta 14
Das nächste große Kunstwerk der documenta in Kassel steht: der 16 Meter hohe Obelisk des nigerianischen Künstlers Olu Oguibe. Bild © picture-alliance/dpa

Das nächste große Kunstwerk der documenta in Kassel steht: Am Donnerstagmorgen wurde in der Innenstadt ein Obelisk, also eine Spitzsäule, aufgebaut. Ein Kran setzte die tonnenschweren Teile des 16 Meter hohen Bauwerks aufeinander.

Dahinter steckt laut den Organisatoren der weltweit bedeutenden Ausstellung der in Nigeria geborene Künstler Olu Oguibe. Seine künstlerische Arbeit in Kassel beziehe sich auf die humanitäre Hilfe, die die Opfer des nigerianischen Bürgerkriegs erhalten hätten. "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt" stehe in Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch auf dem Bauwerk.

MITTWOCH, 17. Mai

+++ Null-Euro-Note für documenta gedruckt +++

Null-Euro-Schein
Der 0-Euro-Schein soll ein beliebtes documenta-Souvenir werden. Bild © picture-alliance/dpa

Extra für die documenta hat das Stadtmarketing Kassel eine 0-Euro-Note mit documneta-Motiven gedruckt. Das Souvenir kostet vier Euro, ist null Euro wert und wurde in einer Auflage von 10.000 Stück hergestellt. "Die Scheine werden von derselben Druckerei, die auch den Euro-Schein druckt, hergestellt", sagt Birgit Kuchenreiter vom Kassel Marketing. Die Scheine haben zwar keinen Nennwert, weisen aber die selben Sicherheitsmerkmale wie echtes Geld auf.

Eine erste Auflage der Kasseler Null-Euro-Souvenir-Scheine zeigte den Herkules als Motiv. Diese Scheine waren schnell ausverkauft.

DIENSTAG, 16. Mai

+++ Mehr verbotene Bücher für Parthenon gesucht +++

Die documenta braucht weitere Bücherspenden für das Kunstwerk "Parthenon der Bücher" in Kassel. Es müssten noch 14 Säulen des Tempels verkleidet werden, erklärten die Ausstellungsmacher am Dienstag. Jede Säule ist zehn Meter hoch. Bei der Installation der argentinischen Künstlerin Marta Minujin werden Bücher an ein Gerüst gehängt, das die Athener Akropolis nachbildet.

Die Bücher müssen irgendwo auf der Welt entweder verboten gewesen oder noch verboten sein. Private Spender und Verlage haben bisher 42.000 Bücher zur Verfügung gestellt. 10.000 weitere sind laut den Organisatoren mindestens nötig. Das Aufhängen der Bücher soll auch während der Ausstellung in Kassel weiterlaufen. Am Ende der documenta sollen die Spenden abgehängt und an Besucher verteilt werden.

+++ documenta - Hotels ausgebucht +++

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FREITAG, 5. Mai

+++ documenta setzt aufs Fahrrad +++

Die documenta will ihren Besuchern empfehlen, die Schau mit dem Rad zu erleben. Die Organisatoren werden eine entsprechende Infrastruktur dafür schaffen, sagte documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff in Kassel. Sie ist Schirmherrin der bundesweiten Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit", die dort am Donnerstag startete. Die Ausstellungsmacher setzen unter anderem auf ein Leihradsystem und Fahrradkarten.

Die documenta werde auch Möglichkeiten schaffen, Räder an den Ausstellungsorten sicher abzugeben oder einen Platten reparieren zu können. Mit dem Rad zur Arbeit sollen auch Mitarbeiter und Künstler der Ausstellung kommen: Der örtliche Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC hat unabhängig vom Aktionstag zu Radspenden für die documenta aufgerufen.

MITTWOCH, 26. April

+++ Steinmeier eröffnet Kunstschau +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) werden die documenta 14 am 10. Juni offiziell eröffnen. "Es ist eine gute Tradition, dass der Bundespräsident das 'Museum der 100 Tage' eröffnet und damit stets erster Gast dieser weltweit größten Ausstellung zeitgenössischer Kunst ist", erklärte Bouffier am Mittwoch in Wiesbaden.

Auch Griechenlands Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos wird bei der Eröffnung anwesend sein. Die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst findet in diesem Jahr gleichzeitig in Athen statt. Dort endet sie am 16. Juli, in Kassel ist sie bis zum 17. September zu sehen.

DIENSTAG, 25. APRIL

+++ Nora Sternfeld wird documenta-Professorin +++

Wichtige Personalie kurz vor Beginn der documenta 14 in Kassel: Wie die Universität Kassel am Dienstag mitteilte, übernimmt Nora Sternfeld die neue documenta-Professur an der Kunsthochschule. Die 41-jährige Österreicherin soll sich unter anderem in den Aufbau eines documenta-Institutes einbringen, das auch das bestehende Archiv umfassen soll.

Sie wolle vor allem Kassel als "international relevanten Standort für Ausstellungstheorie und -praxis positionieren, auch in der Zeit zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen", kündigte Sternfeld an. Sie tritt die Professur zum 1. Januar 2018 an, übernimmt aber schon im Sommersemester einen Lehrauftrag in Kassel. Derzeit lehrt sie an der Aalto-Universität in Helsinki.

MONTAG, 24. APRIL

+++ Fehlender Rauch irritiert Kassel +++

Das Fehlen des weißen documenta-Rauchs über Kassel hat am Montag Irritationen ausgelöst. Das Kunstwerk "Expiration Movement" des Künstlers Daniel Knorr, bei dem künstlicher Rauch aufsteigt, war am Montag nicht zu sehen. Wie die documenta-Organistatoren am Mittag mitteilten, orientierten sich die Rauchzeiten an den Öffnungszeiten in Athen. Dort sei Montags geschlossen, deswegen rauchte es in Kassel nicht.

DONNERSTAG, 20. APRIL

+++ Erste Bücher am documenta-Tempel +++

Eines der spektakulärsten Kunstwerke der documenta in Kassel nimmt Gestalt an: Die ersten Bücher am "Parthenon der Bücher" sind jetzt aufgehängt worden. Bis dahin hatten Arbeiter das Gerüst auf dem Kasseler Friedrichsplatz montiert, das die Athener Akropolis nachbildet. Das Anbringen der Bücher soll weitergehen - auch nach dem Start der documenta 14 in Kassel.

42.000 Bücher seien bisher für die Installation der argentinischen Künstlerin Marta Minujin gespendet worden, heißt es von den Organisatoren der Ausstellung. Es handelt sich dabei um Bücher, die verboten waren oder es noch in einigen Ländern sind. Die Künstlerin will ein Zeichen gegen das Verbot von Texten und die Verfolgung ihrer Verfasser setzen. Um die Bücher am Tempel vor Umwelteinflüssen zu schützen, werden sie in Hüllen vakuumverpackt.

+++ Jesuswort auf documenta-Obelisk +++

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Ein Jesus-Wort wird den mehr als 16 Meter hohen Obelisken zieren, der als Erkennungszeichen für die kommende Kunstausstellung documenta 14 in Kassel entstehen soll. Das Zitat aus dem Matthäus-Evangelium "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt" werde in Deutsch, Türkisch, Englisch und Arabisch auf dem bis zu 1,8 Meter breiten Bauwerk stehen, verriet der aus Nigeria stammende US-Künstler Olu Oguibe der "Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen" (HNA) am Donnerstag.

Der 52 Jahre alte Professor, Kurator und Künstler baut das Monument auf dem zentralen Kasseler Königsplatz. Der Künstler ist Sohn eines Predigers, aber nach eigenem Bekunden nicht religiös. Er sagte, dass Jesu Aufforderung, Fremde aufzunehmen, evangelikale Christen in den USA, die die Grenzen für Flüchtlinge schließen, mehr provozieren müsste, als etwa ein Zitat von Immanuel Kant.

SONNTAG, 9. April

+++ 3.000-Kilometer-Ritt nach Kassel gestartet +++

Kaum hat die documenta 14 in Athen begonnen, ist das erste Kunstwerk unterwegs nach Kassel:  "The Transit of Hermes" heißt die Performance des schottischen Konzeptkünstlers Ross Birell, zu der am Sonntag vier Reiter auf ihren Pferden am Fuße der Akropolis losgeritten sind. Als "mobiles, partizipatorisches, menschlich-pferdeartiges, 100 Tage andauerndes Ensemble" legen sie eine Strecke von 3.000 Kilometern zurück. Der Weg von Griechenland über Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich nach Deutschland zeichnet auch eine Flüchtlingsroute nach.  Ankommen sollen die Reiter am 9. Juli, einen Monat nach der documenta-Eröffnung in Kassel.

SAMSTAG, 8. April

+++ Bundespräsident Steinmeier in Athen: Für ein starkes Europa +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Athen zur Überwindung politischer und ökonomischer Gräben aufgerufen und für ein starkes "Europa der 27" plädiert. Bei der Eröffnung der Kunstausstellung documenta 14 sagte er am Samstag für Griechenland sei die Eurokrise mit den notwendigen Umbrüchen in Wirtschaft und Gesellschaft ein tiefer Einschnitt gewesen. Noch dazu verlange die Flüchtlingskrise dem Land enorme Leistungen ab - Griechenland habe dden Krieg in Syrien und die Krise in der Türkei in unmittelbarer Nachbarschaft. Aus europäischer Perspektive sei die Unterstützung Griechenlands in den letzten Jahren gleichzeitig eine "beispiellose Solidaritätsleistung gewesen", sagte Steinmeier in seiner Rede.

+++ documenta in Athen offiziell eröffnet +++

Zwei Monate vor dem Beginn der documenta in Kassel feiert die Kunstausstellung ihren Auftakt in Athen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete die Schau gemeinsam mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos. Die weltweit bedeutende Kunstschau steht unter dem Motto "Von Athen lernen" und hat auch die Finanz- und Schuldenkrise zum Thema. Die Ausstellung in Athen ist bis zum 16. Juli zu sehen. Die documenta in Kassel ist vom 10. Juni bis 17. September geöffnet. Die Künstler waren aufgefordert, für jeden der beiden Orte eine Arbeit zu entwickeln.

FREITAG, 7. April

+++ Erste Eindrücke auf dem Philopapposhügel +++

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Am Samstag eröffnet die 14. documenta in Kassels Partnerstadt Athen. Auf dem Philopapposhügel können bereits erste Eindrücke von der documenta-Kunst gesammelt werden. Die Meinungen der Griechen über die Ausstellung in ihrem Land gehen auseinander.

Weitere Informationen

arte taucht ein in kulturelle Szene Athens

Seit Jahren ist Athen Schauplatz von Flucht, Armut und Schuldenrkrise. Nun auf einmal ist die Stadt documenta-Spielort. Wie leben die Künstler hier? Was können wir von Athen lernen? Die neunteilige Serie "Art and Survival" auf arte taucht ein in die kulturelle Szene der griechischen Hauptstadt

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+++ Alle Veranstaltungsorte in Kassel stehen fest +++

Unter den 28 Plätzen der documenta in Kassel sind viele traditionelle Standorte, aber auch einige ungewöhnliche. Das geht aus einer Liste hervor, die in Athen veröffentlicht wurde. Dort startet die documenta am Samstag.

Die meisten Orte haben schon eine längere documenta-Tradition: etwa das Gießhaus, das Museum Fridericianum oder die Orangerie. Ein großer Teil der Ausstellungsorte sind Museen. Die alte Hauptpost und die Gottschalk-Halle auf dem Universitätsgelände sind neu hinzugekommen, ebenso die 2015 eröffnete Grimmwelt. Öffentliche Plätze werden ebenso einbezogen, wie in Kassel zum Teil jetzt schon zu beobachten ist: Auf dem Friedrichsplatz entsteht gerade das Kunstwerk "Partheon der Bücher" und auf dem Königsplatz wird ein Obelisk aufgebaut.

+++ Weißer Rauch über Kassel +++

Zur Eröffnung der documenta 14 für das Publikum am Samstag in Athen wird es auch ein künstlerisch gedachtes Zeichen in Kassel geben. Von Samstag an wird über die gesamte Dauer der Ausstellung von 163 Tagen täglich von 10 bis 20 Uhr weißer Rauch von einem Turm aus aufsteigen. Dabei handelt es sich um die Arbeit des Künstlers Daniel Knorr mit dem Titel "Expiration Movement". Der Rauch steigt von der Spitze des Zwehrenturms in Kassel auf. Damit soll ein "optimistischer und warmer Gruß" in die documenta-Stadt Athen gesendet werden.

DONNERSTAG, 6. APRIL

+++ documenta in Athen für Fachpublikum eröffnet +++

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Mit einer Performance hat die documenta in Athen für das Fachpublikum geöffnet. Vor rund 1.000 Gästen erklärt der künstlerische Leiter Adam Szymczyk das Ausstellungskonzept: Man wolle politische Statements setzen, "raus aus der Kunst-Komfortzone Mitteleuropas hin zum krisengeschüttelten Rand des Kontinents", sagte er. Bei dem Festakt traten auch Freunde des 2006 in Kassel ermordeten NSU-Opfers Halit Yozgat ans Mikrofon und plädieren für eine Überwindung von Nationen und den Aufbau einer "Gesellschaft von Menschen".

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documenta Eröffnungstag

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zur Bildergalerie Erste Eindrücke von der documenta in Athen

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Die offizielle Eröffnung der documenta ist am kommenden Samstag. Rund 150 Künstler stellen ihre Werke an 37 Schauplätzen aus. Zum Programm gehören Musik und Tanz, Film und Debatten, Radiosendungen und Fernsehprogramme, politische Aktionen, Essen, Trinken, Spazierengehen und so viele Performances wie nie zuvor. Die ganze Stadt soll 100 Tage lang zur "sozialen Skulptur" werden.

+++ Bürgermeister: "Historischer Moment" für Athen +++

Als "historischen Moment" hat Athens Bürgermeister Yiorgos Kaminis die bevorstehende Eröffnung der Weltkunstausstellung documenta 14 an dem griechischen Standort bezeichnet. Die Stadt werde dadurch ein Brennpunkt des internationalen kulturellen Interesses und künstlerischer Aktivität, sagte er nach einer Mitteilung vom Donnerstag. In Athen ist die documenta von Samstag an bis zum 16. Juli zu sehen, in Kassel dann vom 10. Juni bis 17. September.

MITTWOCH, 5. April

+++ Gerüstbau für "Parthenon of Books" +++

Für das documenta-Kunstwerk "Parthenon der Bücher" laufen in Kassel die Aufbauarbeiten. Auf dem Friedrichsplatz in der Innenstadt rüsten Arbeiter für die Idee der argentinischen Künstlerin Marta Minujin eine Stahlkonstruktion ein. Sie wird den berühmten Tempel der Göttin Athene in Kassel in Originalmaßen aus indizierten Büchern nachbauen. Minujin will damit ein Zeichen gegen das Verbot von Texten setzen. Dafür werden rund 100.000 Bücher aus aller Welt gesammelt, die entweder früher verboten waren und heute wieder gedruckt werden oder immer noch verboten sind.

MONTAG, 3. APRIL

+++ documenta-Programm: Opern, Oliven und Schulden +++

Bei vielen documenta-Veranstaltungen in Athen lässt sich bislang nur rätseln, was sich dahinter steckt. Jetzt haben die Veranstalter zumindest für die Auftaktwoche etwas Licht ins Programm gegeben. Von Oper über Tanz bis hin zu einer Bootsfahrt ist einiges dabei, wenn die documenta 14 am kommenden Samstag in Athen startet. An fast 50 Ausstellungsorten werden die Werke und Performances der 160 teilnehmenden Künstler zu sehen sein.

Die argentinische Künstlerin Marta Minujín plant demnach eine Performance mit dem Titel "Payment of Greek Debt to Germany with Olives and Art", übersetzt etwa "Bezahlung griechischer Schulden an Deutschland mit Oliven und Kunst". Das Duo aus der Französin Marie Cool und dem Italiener Fabio Balducci wiederum lädt im Nationalen Museum für zeitgenössische Kunst zu einer dauerhaften Installation mit täglichen Aktionen ein - und zwar "sobald die Sonne in die Galerieräume scheint".

+++ Auf den Spuren der documenta in Athen +++

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Sehen fast aus wie ein geheimer Code: Plakate der documenta in der Innenstadt von Athen

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zum Audio Die Kunst des Überlebens und Erinnerns - auf den Spuren der documenta 14 in Athen

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"Von Athen lernen", heißt der Arbeitstitel der documenta in Athen. hr-Reporterin Wiki Katopi ist in die griechische Hauptstadt gereist, um herauszufinden, was das heißt. Sie hat dabei viel über Erinnerungskultur erfahren und über Kunstprojekte, die sich mit den Deportationen während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg und mit der Militärdiktatur auseinandersetzen.

FREITAG, 31. MÄRZ

+++ Letzte Vorbereitungen in Athen +++

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An der Hochschule der Bildenden Künste in Athen arbeitet der australische Künstler Gordon Hookey an einem Mural für die documenta

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zum Audio Eine Woche vor dem Start: Letzte Vorbereitungen für documenta in Athen

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Eine Woche vor der Eröffnung der Ausstellung in Athen laufen in der griechischen Hauptstadt die letzten Vorbereitungen. So werkelt der australische Künstler Gordon Hookey an der Hochschule der Bildenden Künste an einem großflächigen Mural. Und die kubanisch stämmige Künstlerin Maria Magdalena Campos-Pons installiert in der Hochschule ihre Soundinstallation "Matanza Sound Map". Die documenta bespielt in Athen insgesamt rund 50 Orte.

+++ Erste Bauzäune auf dem Friedrichsplatz +++

Aufbau des "The Parthenon of Books" in Kassel
Aufbau des "The Parthenon of Books" in Kassel Bild © picture-alliance/dpa

Mitarbeiter der documenta haben auf dem Kasseler Friedrichplatz die ersten Bauzäune für das Kunstwerk von Marta Minujin errichtet. Die argentinische Künstlerin will auf dem Platz einen Tempel aus Büchern errichten, die verboten waren oder immer noch verboten sind. Am 3. April 2017 beginnt die Konstruktion des Stahlgerüsts und der Säulen für "The Parthenon of Books". Zum Ende der documenta soll der Bücher-Tempel zerstört werden, damit die Werke mitgenommen und gelesen werden können.

Darüber hinaus entsteht nach Angaben der documenta auf dem Friedrichsplatz eine Installation des Arnold-Bode-Preisträgers Hiwa K. Dafür wird ab 6. April die Baustelle eingerichtet.

MITTWOCH, 29. MÄRZ

+++ documenta-Shuttle ist gestartet +++

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zum Video Erster documenta-Flug von Calden nach Athen

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Zum ersten Mal findet die documenta in diesem Jahr an zwei Standorten statt - nämlich in Athen und Kassel.  Wer will, kann die beiden Ausstellungsorte über den Kassel Airport aus erreichen. Am Mittwochabend ist von dort der erste "documenta-Shuttle" der griechischen Fluggesellschaft Aegean Airlines nach Athen gestartet.


"Das ist eine tolle Bereicherung für unseren Sommerflugplan", sagte Flughafensprecherin Natascha Zemmin zu hessenschau.de. Im Augenblick sei die Nachfrage noch überschaubar. Die Flüge im April seien aber bereits gut ausgelastet. Die documenta in Athen startet am 8. April, in Kassel am 10. Juni. Der "documenta-Shuttle" verkehrt bis zum 23. Juni mittwochs und freitags. Ein Tagesausflug oder eine Wochenendreise sind so nicht möglich. Die Preise starten bei 65 Euro pro Verbindung.

SONNTAG, 26. MÄRZ

+++ Mensch-Pferd-Ensemble reitet von Athen nach Kassel +++

Vier Reiter wollen während der documenta 14 die Strecke von Athen nach Kassel mit Pferden zurücklegen und die beiden Ausstellungsorte miteinander verbinden. Auf dem Weg durch Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich zeichnen sie auch eine der Fluchtrouten quer durch Europa nach. Die Idee hatte der schottischen Konzept-Künstler Ross Birrell. Er kündigte laut documenta-Homepage ein "mobiles, partizipatorisches, menschlich-pferdeartiges,100 Tage andauerndes Ensemble" an. Der Ritt beginnt am 9. April, einen Tag nach der documenta-Eröffnung in Athen. Ankommen sollen die Reiter am 9. Juli in Kassel.

FREITAG, 24. März

+++ Pläne der documenta werden konkreter +++

Der Musenhügel Philopappos, der Kotzia-Platz vor dem Athener Rathaus, das neue Nationale Museum für Zeitgenössische Kunst, sogar der Karaiskaki-Platz in der Hafenstadt Piräus: Die documenta 14, die am 8. April in Athen beginnt, wird in der griechischen Hauptstadt fast 50 unterschiedlichste Locations bespielen. Am Freitag stellte das documenta-Team eine Auswahl der Veranstaltungsorte vor. Auch in Kassel, wo das "Museum der 100 Tage" vom 10. Juni bis 17. September stattfindet, werden nahezu alle öffentlichen Museen zu Schauplätzen der documenta.

+++ Neue Galerie Kassel schafft Platz für documenta +++

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zum Video Neue Galerie räumt ihre Kunstsammlung ins Depot

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Für die documenta räumt die Neue Galerie in Kassel ihre Räume fast komplett leer. Insgesamt müssten mehr als 200 Kunstwerke entfernt und im Depot des Hauses untergebracht werden. Nur einige wenige Werke wie etwa die empfindliche Rauminstallation "Isola" von Mario Merz blieben an ihrem Ort, sagte Bernd Küster, Direktor des Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Das Werk werde komplett "eingehaust" und nicht zu sehen sein. Ebenfalls an seinem Ort erhalten und weiter zugänglich bleibe der Beuys-Raum mit der zentralen Installation "Das Rudel".

DIENSTAG, 21. MÄRZ

+++ Minister weist Unterfinanzierung zurück +++

Kunstminister Boris Rhein (CDU) hat die Vorwürfe von documenta-Chefin Annette Kulenkampff einer zu geringen öffentlichen Förderung der Kunstschau zurückgewiesen. Das Land Hessen unterstütze die documenta so stark wie nie zuvor, erklärte er. Rhein verwies darauf, dass sein Ministerium die documenta 14, ihre Vorbereitung sowie den Ausstellungsbetrieb im Museum Fridericianum mit rund 13,8 Millionen Euro unterstütze. "Seit Bestehen der documenta wurden die Zuwendungen des Landes unter Beachtung des geltenden Haushaltsrechts und der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers kontinuierlich den steigenden Anforderungen angepasst", erklärte der Minister. Hier nun von einer Unterfinanzierung zu sprechen, halte er für nicht angemessen.

MONTAG, 20. März

+++ Geschäftsführerin: documenta nicht ausreichend finanziert +++

documenta-Chefin Annette Kulenkampff will mehr öffentliche Gelder für die alle fünf Jahre stattfindende Kunstschau. "Dass sich die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst zur Hälfte selbst finanzieren muss, ist auf Dauer nicht tragfähig", sagte Kulenkampff im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Für die in diesem Jahr stattfindende documenta 14 gibt es einen Finanzrahmen von 34 Millionen Euro. Rund die Hälfte des Geldes kommt vom Land Hessen, der Stadt Kassel und der Kulturstiftung des Bundes. Die andere Hälfte muss die documenta selbst erwirtschaften. "Im Verhältnis zur Finanzierung von Theatern ist die documenta durch die öffentliche Hand unterfinanziert", sagte Kulenkampff.

+++ documenta-Ticket kostet 22 Euro +++

Im Gespräch mit der dpa nannte documenta-Chefin Annette Kulenkampff die Eintrittspreise für die Kunstschau. Das Tagesticket kostet 22 Euro, zwei Tage documenta sind für 38 Euro zu haben und eine Dauerkarte kostet einen Euro pro Tag, also 100 Euro in Kassel. Viele der Ausstellungsorte in Athen sind kostenfrei zugänglich, die meisten Partnerinstitutionen dort erheben ihre regulären Eintrittspreise.

+++ Noch viele Großbaustellen vor Start der Kunstschau +++

Wenige Wochen vor Start der documenta wird an vielen Straßen in Kassel noch kräftig gebaggert. Nach Angaben der HNA sind gleich mehrere Verkehrsachsen betroffen. Ihren Höhepunkt erreichen die Bauaktivitäten demnach in den Osterferien.

DIENSTAG, 14. MÄRZ

+++ Kassel bekommt 16-Meter-Obelisk +++

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zum Video Ein Obelisk für die Kasseler documenta

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Ein 16 Meter hoher Obelisk wird in Kassel als weithin sichtbares Erkennungszeichen der documenta 14 errichtet. Es handele sich um eine "künstlerische Arbeit, die auf dem Königsplatz aufgestellt und gestaltet wird", sagte documenta-Sprecherin Maxie Fischer. Wer der Künstler ist und was er damit ausdrücken möchte - dass wollten die documenta Verantwortlichen noch nicht verraten.

SAMSTAG, 11. MÄRZ

+++ 150 Künstler zur documenta eingeladen +++

150 Künstler zeigen auf der documenta 14 neue Werke. Diese Zahl nannte der künstlerische Leiter, Adam Szymczyk, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Mitwirkende im Sinne von lebenden Künstlern, die schriftlich eingeladen wurden, aktuelle Arbeiten zu zeigen. Dazu kommen einige historische Positionen sowie Leihgaben aus Museen und Archiven", sagte der gebürtige Pole, der die Ausstellung verantwortet.

DIENSTAG, 7. MÄRZ

+++ Athener Museum zieht ins Fridericianum +++

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documenta-Leiter Adam Szymczyk und Katerina Koskina, Leiterin des Nationalen Museums für Zeitgenössische Kunst (EMST) in Athen bei einer Pressekonferenz in Kassel

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zum Audio Werke aus Athener Museum ziehen nach Kassel

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Das Museum für Zeitgenössische Kunst (EMST) in Athen zeigt zur documenta in Kassel einen Teil seiner Ausstellung im Fridericianum. Insgesamt sollen etwa 230 Werke von 70 Künstlern zu sehen sein. Das kündigten der künstlerische Leiter der documenta, Adam Szymczyk, und die EMST-Direktorin Katerina Koskina in Kassel an.

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