Ausstellung im Filmmuseum
Sammlerartikel zur Schauspielerin Romy Schneider Bild © picture-alliance/dpa

Heimliche Mitschnitte, nachgebaute "Indiana-Jones"-Requisiten, kistenweise Porno-Bilder: Das Frankfurter Filmmuseum zeigt, wie sich Filmfans an ihre Lieblingsstreifen erinnern. Wer will, kann noch mitmachen.

Mehr als 100 Kinofans haben bislang Erinnerungsstücke zu einer Ausstellung im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt beigesteuert: Autogramm- und Ticketsammlungen, DVD-Sammlungen oder auch erbeutete Film-Requisiten.

Weitere Informationen

Zusammen sammeln. Wie wir uns an Filme erinnern

2. März bis 16. Mai 2016
Deutsches Filmmuseum Frankfurt
Schaumainkai 41
Öffnungszeiten: Di 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr,
Do-So 10-18 Uhr
Eintritt: Sonderausstellung 8 Euro

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"Berührend, lustig, erhellend, zum Teil verstörend" findet Museumsdirektorin Claudia Dillmann, was in fünf Sammelrunden zusammenkam, wie sie bei der Vorbesichtigung am Dienstag sagte. Unter den Exponaten sind auch Tattoos von Lieblingsschauspielern oder -leinwandhelden. Dillmanns Lieblings-Exponat: ein selbstgestrickter Pulli mit eingenähten Autogrammen auf Stofffetzen.

Bundeslade aus "Indiana Jones" nachgebaut

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zum Video Publikum gestaltet eine Ausstellung im Filmmuseum aktiv mit

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Einem Frankfurter "Star Wars"-Fan reichte nicht aus, was es im Handel zu kaufen gab, daher bastelte er sich selbst Miniaturmodelle. Ein anderer baute in allen Details die Bundeslade aus "Indiana Jones" nach. Ein Fan von "Vom Winde verweht" steuerte eine Kassette bei, die er heimlich im Kino aufgenommen hatte, um sich - vor Erfindung des Videos - seinen Lieblingsfilm zu Hause zumindest anhören zu können.

In Videostatements schwärmen Unbekannte und Prominente von ihrem Lieblingsfilm und von frühen Kino-Erweckungserlebnissen. Die Teilnehmer sind zwischen 19 und 85 Jahre alt und bilden 120 Jahre Filmgeschichte ab, sagte der Kurator. Bis zum Ende der Ausstellung am 16. Mai soll "Zusammen sammeln. Wie wir uns an Filme erinnern" weiter wachsen. Das Museum hofft auf mindestens 200 Teilnehmer, die mit anderen ihre Erinnerungen teilen.

15 Kisten mit Bildern aus Hardcore-Pornos

Ergänzt wird die Ausstellung durch Schätze und Kuriositäten aus der Sammlung des Deutschen Filminstituts, etwa die Nacktfoto-Sammlung eines Heidelberger Ehepaars: 15 Kisten mit Bildern aus Hardcore-Pornos, fein säuberlich auf Karton geklebt und akribisch auf Karteikarten katalogisiert. Auch Original-Requisiten sind zu sehen und Dinge, die Filmfans in ihren Lieblingskinos oder an Filmsets erbeutet haben.

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