David Bowie
David Bowie Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

David Bowie ist tot. Die Rodgau Monotones haben der Rocklegende schon vor Jahrzehnten in der inoffiziellen Hessen-Hymne "Die Hesse komme!" ein Denkmal gesetzt. Das ehemalige Monotones-Bandmitglied Henni Nachtsheim erzählt hessenschau.de, was es damit auf sich hat.

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Hendrik "Henni" Nachtsheim war von 1978 bis 1990 Mitglied der Rodgau Monotones. Die 1977 gegründete Band feierte 1984 mit dem Song "Die Hesse komme!" ihren deutschlandweiten Durchbruch. Henni Nachtsheim erfährt im Gespräch mit hessenschau.de am Montag vom Tod des Rockstars und reagiert betroffen. Am Vorabend erst habe er Bowies neues Album runtergeladen, aber noch keine Zeit gehabt, es anzuhören, erzählt er.

hessenschau.de: Herr Nachtsheim, kaum ein Hesse kennt den Song "Die Hesse komme!" mit der Zeile "Unser David Bowie heißt Heinz Schenk" nicht. Wie kamen Sie damals darauf?

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Henni Nachtsheim: Die Zeile ist nicht von mir, die ist von Albrecht "Ali" Neander. Da kann er auch stolz drauf sein, das ist tatsächlich eine Zeile für die Ewigkeit in einem Lied für die Ewigkeit. David Bowie wurde schon damals weltweit verehrt und die Zeile drückt ironisch die Fallhöhe – auch optisch - zwischen einer schillernden Figur wie David Bowie und Heinz Schenk aus. Nach dem Motto: Wir Hessen strotzen vor Selbstbewusstsein, wir brauchen keinen David Bowie, wir haben doch Heinz Schenk! Dass das natürlich sehr selbstironisch gemeint war, mit einem Augenzwinkern auf die Selbstwahrnehmung, das fand ich schon gut.

hessenschau.de: Bekamen Sie auf diese Liedzeile besonders viel Resonanz?

Henni Nachtsheim
Henni Nachtsheim Bild © Konzertbüro Emmert

Henni Nachtsheim: Nein, das kann man nicht sagen. Das Stück in seiner Gesamtheit hat uns wahnsinnig viel gebracht. Wir hatten es am Anfang auf der Platte fast versteckt, auf der zweiten Seite als letzten Titel, wenn ich mich richtig erinnere. Irgendwann haben es Leute im Hessischen Rundfunk entdeckt und ins Programm genommen. Ab da lief die Single rauf und runter und ist bis heute eine Hymne, die im Stadion läuft, sowohl beim Eishockey, bei der Eintracht und so weiter.

hessenschau.de: Haben Sie persönliche Erinnerungen an David Bowie?

Henni Nachtsheim: Ich habe David Bowie einmal live in der Frankfurter Festhalle gesehen. Wir waren damals mit einer größeren Gruppe da, mein Partner Gerd Knebel war auch dabei. Das war ein exzellentes Konzert. Er war einfach ein exzellenter Musiker.

hessenschau.de: Was mochten Sie an David Bowie?

Henni Nachtsheim: Ich mochte seine Musik. Ich mochte ihn aber auch als Typen, er hatte was unglaublich Schillerndes an sich. Ich habe mir gerade erst das Album runtergeladen, hatte aber noch gar keine Zeit, es anzuhören.

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