Förderverein Festspiele Hersfeld
Engagieren sich im Förderverein für die Hersfelder Festspiele (v.l.): Kurt Beck, Dieter Wedel, Petra Roth, Markus Schächter. Bild © picture-alliance/dpa

Geldsorgen und Personalquerelen - damit wollen die Bad Hersfelder Festspiele keine Schlagzeilen mehr machen. Ein neu gegründeter Förderverein soll Star-Intendant Dieter Wedel unterstützen. Mit dabei: einige Ex-Politiker, ein Ex-Intendant und ein Adeliger.

Star-Intendant Dieter Wedel hat für einen neu gegründeten Förderverein der Bad Hersfelder Festspiele viele Promis als Unterstützer gewonnen. Die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) übt den Posten der Vorsitzenden aus, wie die Festspiele am Donnerstag mitteilten.

Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem auch Ursula Bouffier, die Gattin des hessischen Ministerpräsidenten, der frühere ZDF-Intendant Markus Schächter, Donatus Landgraf von Hessen, der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und Europa-Staatsminister Michael Roth (SPD) aus Hessen.

"Den einen oder anderen Sponsor an Land ziehen"

"Wir wollen die Festspiele mit unseren Unterstützern bekannter machen. Die Prominenten können helfen, die Festspiele ins Gespräch zu bringen und vielleicht auch den einen oder anderen Sponsor durch ihre Kontakte an Land zu ziehen", sagte Wedel. Gemeinsam solle in einem Netzwerk die Strahlkraft der Festspiele erhöht werden.

Die Mitglieder der Freunde der Bad Hersfelder Festspiele zahlen Wedel zufolge gestaffelte Mitgliedsbeiträge. "Natürlich geht's bei dem Förderverein auch um einen finanziellen Aspekt."

Vorverkauf läuft

Als Konkurrenz zum bereits bestehenden Förderverein, die Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine, sei der neue Verein nicht zu verstehen, sagte Wedel. Der Intendant eröffnet die 66. Festspielsaison am 24. Juni mit dem Stück "Hexenjagd". Der Vorverkauf für die Spielzeit laufe "hervorragend". Anfang März wird das Ensemble präsentiert.

Im Vorfeld der Programmpräsentation hatte es in der Stadtpolitik im November Streit um den Festspieletat gegeben. Wedel drohte damals mit Rücktritt. Das Programm wurde dann mit zwei Wochen Verspätung vorgestellt. Zwischen den Festspiel-Intendanten und der Stadtpolitik hatte es in der Vergangenheit immer wieder Auseinadersetzungen gegeben.

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