In der Caldener Flüchtlingsunterkunft sind 25 Asylbewerber mit Holzlatten und Eisenstangen auf das Sicherheitspersonal losgegangen. Es gab mehrere Verletzte. Vorausgegangen war ein Streit bei der Essensausgabe – nicht der einzige an diesem Tag.

Polizeiautos Brandenburg
Bild © picture-alliance/dpa

Probleme in der Flüchtlingsunterkunft im nordhessischen Calden (Kassel) haben die Polizei am Sonntag in Atem gehalten. Die Beamten mussten zunächst zu einem Großeinsatz ausrücken, nachdem rund 25 Asylbewerber Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes attackiert hatten. Die Flüchtlinge seien mit Holzlatten und Eisenstangen bewaffnet gewesen, berichtete die Polizei am Montag.

Ermittlungen gegen fünf Flüchtlinge

Damit seien sie am Hintereingang der Essensausgabe auf das Sicherheitspersonal zugerannt. Beim Versuch zu entkommen, haben sich demnach sechs Mitarbeiter Verletzungen zugezogen. Zuvor war es an der Essensausgabe zum Streit zwischen einem 20 Jahre alten Asylbewerber und einem der Security-Mitarbeiter gekommen, in dessen Verlauf der 20-Jährige den Bediensteten zunächst mit Essen bewarf und den 32-Jährigen auch ins Gesicht schlug.

Als die Beamten eintrafen, hatte sich die Lage bereits beruhigt. Fünf der mutmaßlichen Angreifer konnten dank Videoaufnahmen von der Polizei identifiziert werden. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Streit zwischen Asylbewerberinnen eskaliert

Noch am selben Abend kam es in der Caldener Einrichtung erneut zum Streit an der Essensausgabe. Laut Polizei stritten sich zunächst zwei Frauen, ehe eine 19-Jährige ihrer 21 Jahre alten Widersacherin ins Gesicht schlug. Daraufhin habe der gleichaltrige Bruder der 21-Jährigen auf die Angreiferin eingeschlagen. Beide Frauen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus, die 19-Jährige muss sich wegen Körperverletzung verantworten.

Im Verlauf des Streits hatte sich eine Gruppe von rund 30 Personen formiert, die sich an dem Bruder der 21-Jährigen "rächen" wollte, wie es die Kasseler Polizei formulierte. Der 21-Jährige sollte in eine andere Einrichtung verlegt werden, wehrte sich aber dagegen. Die Beamten nahmen den Mann daraufhin in Gewahrsam.

Das könnte Sie auch interessieren