S-Bahn Frankfurt
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Die Bahnstrecke zwischen Mainz und Wiesbaden ist nach einem Oberleitungsschaden seit dem Morgen wieder komplett frei. Am Dienstagabend hatten auf der Strecke rund 160 Passagiere anderthalb Stunden lang in einem Regionalzug festgesessen.

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Nach einem Oberleitungsschaden am Dienstagabend ist die Bahnstrecke zwischen Mainz und Wiesbaden am Mittwochmorgen wieder komplett freigegeben. Seit 7.18 Uhr ist auch ein zweites Gleis auf der Strecke wieder befahrbar, teilte die Bahn mit.

Der Regional- und Fernverkehr werde sich im Laufe des Vormittags wieder normalisieren. Bis dahin war der Mainzer Hauptbahnhof wegen der Reparaturarbeiten nicht angefahren worden.

Schon in der Nacht zu Mittwoch fuhren auf einem ersten Gleis seit 0.45 Uhr Züge. Mit Beginn des S-Bahn-Betriebs fuhr die S8 zwischen Mainz und Wiesbaden wieder planmäßig, sagte ein Bahnsprecher zu hessenschau.de. Betroffen waren Reisende aus dem Raum Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und Aschaffenburg.

160 Passagiere sitzen in Regionalbahn fest

Gegen 18.25 Uhr am Dienstagabend hatte ein Oberleitungsschaden den Verkehr auf der Strecke lahmgelegt. Rund 160 Passagiere der RB75 mussten rund eineinhalb Stunden in dem liegengebliebenen Zug zwischen Mainz und Wiesbaden nahe der Kaiserbrücke ausharren, wie Bahn und Polizei mitteilten. Nachdem die Leitung, die auf dem Zug lag, von Experten geerdet worden war, konnten die Reisenden den Zug verlassen.

Die Fahrgäste wurden nach Auskunft eines Sprechers der Bundespolizei über Leitern aus dem Zug gebracht und mussten rund 50 Meter zu Bussen laufen, die sie nach Mainz bringen sollten. Zwischen den beiden Landeshauptstädten wurde ein Bus-Ersatzverkehr eingerichtet.

Die Kaiserbrücke wurde zwischenzeitlich voll gesperrt, da auf dem anderen Gleis laut Bahn ein Güterzug festsaß.

Vogel schuld an Oberleitungsschaden

Am Mittwochvormittag bestätigte die Bahn, dass ein Vogel die Bahnstrecke lahm gelegt hat. Das Tier war am Dienstagabend gegen die Oberleitung geflogen und hatte einen Kurzschluss verursacht. Dieser hat einen Spannungsabfall an der Oberleitung verursacht. Eine Regionalbahn habe dann die Leitung auf rund 500 Metern heruntergerissen, sagte eine Bahnsprecherin.

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