SriLankan Airlines
Ein Airbus A330 der SriLankan Airlines am Flughafen Frankfurt (Archiv). Bild © Imago

Ein sturzbetrunkener Pilot der SriLankan Airlines wollte 274 Menschen von Frankfurt nach Colombo fliegen. Erst das Bordpersonal konnte den Mann stoppen - es schlug Alarm, als es den Zustand des Piloten sah.

Der Pilot war am Freitag am Frankfurter Flughafen "sichtlich betrunken" zum Dienst erschienen und wollte sich trotz seines Zustandes ins Cockpit setzen - um 274 Menschen mit einem Airbus A330 nach Colombo zu fliegen, teilte die Fluggesellschaft Sri Lankan Airlines am Sonntag mit. Das konnte verhindert werden, weil das Bordpersonal Alarm geschlagen hatte, hieß es aus Kreisen der Airline.

Inzwischen hat die Fluggesellschaft den Piloten vom Dienst suspendiert, hieß es. Die Entscheidung sei nach Erhalt des Ergebnisses eines Alkoholtest gefallen. Zudem seien interne Ermittlungen eingeleitet worden.

Flug mit 15 Stunden Verspätung

Der Vorfall hatte zur Folge, dass die 274 Passagiere rund 15 Stunden lang in Frankfurt auf ihren Flug warten mussten, weil zunächst kein Ersatz gefunden werden konnte. Ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport bestätigte am Sonntag hessenschau.de den Vorfall. "Statt am Freitag um 15.20 Uhr konnte Flug UL554 erst am Samstag um 6.35 Uhr starten." Die Passagiere wurden bis zum verspäteten Abflug in Hotels untergebracht.

Die Fluggesellschaft entschuldigte sich bei den Passagieren und kündigte Entschädigung an. SriLankan Airlines gilt als finanziell angeschlagen und stoppt aus Kostengründen ab Oktober mehrere Verbindungen nach Europa, darunter auch die nach Frankfurt.

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