Polizeipräsidium Frankfurt
Der betrunkene Beamte sprang aus einem Fenster des Frankfurter Polizeipräsidiums und brach sich mehrere Knochen. Bild © picture-alliance/dpa

Ein volltrunkener Polizist hat in Frankfurt mit seinem Privatwagen einen Unfall verursacht. Um der Blutentnahme zu entgehen, sprang er aus einem Fenster des Polizeipräsidiums. Nun drohen neben einem Straf- auch gleich mehrere Disziplinarverfahren.

Der 56 Jahre alte Polizist war am Freitagabend mit einem Privatauto auf der A66 unterwegs, als er zwischen Miquelallee und Ludwig-Landmann-Straße im volltrunkenen Zustand erst auf den Wagen einer 67-Jährigen auffuhr und dann noch ein anderes Auto rammte. Ein erster Alkoholtest zeigte einen Wert "im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit", wie es im Polizeibericht heißt. Die Bild-Zeitung nannte einen Wert von 2,8 Promille.

Mit mehreren Brüchen ins Krankenhaus

Um noch einen Bluttest zu machen, nahmen die Beamten ihren Kollegen mit ins Frankfurter Polizeipräsidium. Der Betrunkene bat dort darum, vorher noch zur Toilette gehen zu dürfen. Aus dem Toilettenraum aus kletterte er dann aber durch ein Fenster auf ein Vordach, von dem er in den Hof stürzte. Dabei brach sich der Beamte mehrere Knochen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Nicht nur für den betrunkenen Polizisten wird der Vorfall ein Nachspiel haben. Den Beamten, die den Betrunkenen ins Präsidium gebracht hatten, droht ein Disziplinarverfahren, weil sie ihn möglicherweise nicht ausreichend bewachten. "Das wird nun geprüft", sagte ein Sprecher der Polizei hessenschau.de am Montag. Bei dem Verkehrsunfall entstand ein Sachschaden von 11.000 Euro, verletzt wurde niemand.

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