Blick auf Autobahn im Winter
Es kann glatt werden auf Hessens Straßen. Bild © picture-alliance/dpa

Der Winter hat Hessen erreicht - und mit ihm eisglatte Straßen und Dauerfrost. Am Wochenende sinken die Temperaturen im ganzen Land unter null. Für ICE-Züge gilt ein Tempo-Limit. Grund zur Freude haben die Skifahrer in Willingen.

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Wer bis jetzt noch nicht die Winterreifen aufgezogen hat, sollte sich schleunigst einen Termin machen oder das Auto für einige Tage in der Garage parken. Ein Wintereinbruch sorgt am Wochenende für Straßenglätte im ganzen Land, wie hr-Meteorologe Tim Staeger erklärte.

Nachdem es bereits in der Nacht zum Donnerstag in den höheren Ebenen vereinzelt geschneit hatte, kam gegen Abend und in der Nacht zum Freitag weiterer Schnee dazu. Im Rhein-Main-Gebiet und an der Bergstraße bestand Glätte- und Matschgefahr durch Schneeregen.

Dauerfrost ab Sonntag

Der Schnee verzieht sich in den Niederungen bereits zum Samstag wieder, nur in den Hochlagen werden noch einige Flocken erwartet. Die bleiben aufgrund eines Kälteeinbruchs aber liegen: "Ab Samstag gibt es Dauerfrost – tagsüber mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, nachts kann es örtlich unter minus zehn Grad geben", erläuterte der Wetterexperte. "Das ist dann richtig Winter."

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Die sogenannten Eistage, jene, an denen die Temperaturen konstant unter null liegen, dauern zumindest bis zur kommenden Wochenmitte an. Schlechte Nachrichten also für Sonnenanbeter, umso besser für Freunde des Wintersports. Die dürften in den kommenden Tagen nämlich in Willingen (Upland) auf ihre Kosten kommen.

Willingen sehnt Neuschnee herbei

Nachdem die Profis dort bereits am vergangenen Wochenende beim Weltcup von der Mühlenkopfschanze geflogen waren, sollten die Abfahrt-Amateure mit dem geplanten Start der Skisaison am Freitag ebenfalls auf die Bretter steigen können. Bislang waren die Verantwortlichen allerdings noch verhalten optimistisch, was die Einhaltung des Datums angeht. Schneekanonen wurden aufgrund milder Temperaturen bis Donnerstag nur vereinzelt angeschmissen. "Es hängt alles vom Wetter ab", sagte Jörg Wilke, Sprecher des Skigebiets.

Nach Einschätzung des Meteorologen Staeger müssen sich die Willinger in dieser Hinsicht aber keine großen Sorgen machen. "Bis Sonntag sind durchaus bis zu 30 Zentimeter möglich. Der Neuschnee kommt." Bei dieser Aussicht und der Tatsache, dass durch den Temperatursturz auch die Schneekanonen Hochbetrieb haben dürften, sollten Skifahrer schon am Wochenende in den Genuss von mehr als nur dem von Wilke angekündigten "einen oder anderen Lift" kommen.

Bahn verhängt Tempolimit

Die Deutsche Bahn hat mit einem Tempolimit für ihre ICE-Hochgeschwindigkeitszüge auf den erwarteten Wintereinbruch reagiert. Die Züge sollen von Freitag an maximal 200 Kilometer pro Stunde fahren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Grund: Schnee und Eis sammeln sich während der Fahrt am Unterboden der Züge an. Fallen dann Eisbrocken auf den Schotter, fliegen Steine und Eis gegen die Fahrzeuge. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten drohen dann Schäden an den Wagen.

Die Fahrzeiten verlängern sich durch das Tempolimit je nach Strecke um 10 bis 35 Minuten. Die Verlängerungen sollten laut Bahn noch am Donnerstag in den Auskunftssystemen der Bahn erscheinen. Betroffen sind die Verbindungen Hannover-Würzburg und Köln-Frankfurt.

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