Von Brand zerstörter Flur in der Klinik in Fritzlar.
Von Brand zerstörter Flur in der Klinik in Fritzlar. Bild © Ulrich Brandenstein

Nach dem Feuer in einem Fritzlarer Krankenhaus ermittelt die Polizei gegen einen Patienten wegen fahrlässiger Brandstiftung. Die Klinik soll trotz des Millionenschadens in Kürze wieder vollständig öffnen.

Nach dem Brand im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar (Schwalm-Eder) ermittelt die Polizei nun gegen einen Patienten wegen fahrlässiger Brandstiftung. "Wir haben einen Verdacht", sagte ein Sprecher der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis am Montag. Der Patient, in dessen Zimmer das Feuer ausgebrochen war, hatte demnach "Gegenstände, mit denen sich ein offenes Feuer entfachen lässt". Genauer sagte es der Sprecher nicht. Es könnte zum Beispiel ein Feuerzeug gemeint sein.

Der betroffene Patient sei zu dem Sachverhalt bereits befragt worden. Was bei der Befragung herauskam, ließ die Polizei offen.

Bereits am Montagmorgen war bekannt geworden, dass die Ermittler am Brandort keine Hinweise auf eine technische Ursache gefunden hatten. Es gebe auch keine Belege, dass jemand absichtlich Feuer gelegt haben könnte.

Klinik wurde komplett geräumt

Das Feuer war in der Nacht zu Samstag im "Hospital zum Heiligen Geist" ausgebrochen. Zuerst brannte ein Krankenzimmer. Daraufhin wurde das mit 133 Patienten belegte Krankenhaus komplett geräumt. Der Schaden wird auf eine Million Euro geschätzt.

Das Hospital wird nun saniert und soll am kommenden Freitag wieder voll in Betrieb gehen. Seit Samstag war der stationäre Betrieb eingestellt, der ärztliche Bereitschaftsdienst und der ambulante Notfalldienst waren vom Brand nicht betroffen.

Sendung: hr-iNFO, 17.7.2017, 12 Uhr

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