Ein Feuerwehrmann hält den geretteten Waschbär in der Hand
Erst Rettung, dann Fototermin und anschließend wieder Freiheit. Ein anstrengender Abend für den kleinen Waschbär. Bild © Philipp Weitzel

Wenn ein halbes Dutzend Feuerwehrleute auf und unter einem Unfallwagen hantiert, geht es für gewöhnlich um Menschenleben. In Alsfeld kämpften die Retter nun mit einem speziellen Unfallopfer: einem renitenten Waschbär-Teenager.

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Die Feuerwehr wurde am Sonntagabend nach einem Wildunfall auf der Bundesstraße 254 bei Alsfeld zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen. Den Insassen des Fahrzeugs ging es gut, nur der Unfallgegner, ein augenscheinlich junger Waschbär, hatte sich in der Karosserie des Autos verkrümelt.

Mal ragte ein Kopf aus der Motorhaube, dann lugte wieder der Schwanz aus dem Radkasten. Doch immer wenn die Helfer zupacken wollten, duckte sich das Pelztier weg. Auch Lockversuche mit einem Schokoriegel scheiterten, so dass die Einsatzkräfte schließlich das Fahrzeug aufbockten, um besser in die verwinkelten Autoecken zu gelangen.

Unverletzt in die Freiheit entlassen

Kurz vor seiner Ergreifung pieselte der Waschbär vor Schreck noch in Richtung ausgestreckter Helferhand, konnte dann aber doch gefasst werden. Dem Waschbären saß der Schreck zwar in den Gliedern, doch offenbar hatte er den Unfall und das anschließende Feuerwehrmann-und-Waschbär-Spiel unverletzt überstanden.

Mit einem beruhigenden "Gell, du hast Angst" wurde der haarige Genosse in der angrenzenden Wildnis in die Freiheit entlassen. Während des Feuerwehreinsatzes musste die Bundesstraße halbseitig gesperrt werden.

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