Kieferstück eines Pottwals hängt in Gießen am Kran
Ein Präparator lotst ein am Kran hängendes Kieferstück in einen Container. Bild © picture-alliance/dpa

Einer der an der Nordsee angeschwemmten Pottwale ist am Montag in Gießen angekommen. Die Uni will den Meeres-Giganten in monatelanger Arbeit präparieren und sein Skelett ausstellen.

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Präparatoren in roter Schutzkleidung empfingen am Montagvormittag einen Lkw-großen Spezialcontainer an der Gießener Uni. Darin befand sich der zerlegte Kadaver eines 15 Meter langen Pottwals, dessen Skelett an der Justus-Liebig-Universität ausgestellt werden soll.

Ein Dutzend dieser Großwale war in der vergangenen Woche an Küstenabschnitten der Nordsee angespült worden. Sie hatten sich womöglich bei der Futtersuche verirrt. Einzig der Unterkiefer fehlte bei der Lieferung am Montag, er soll nach Untersuchungen vor Ort unter anderem zur Altersbestimmung nach Gießen gebracht werden.

Monatelange Vorbereitung

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Zuschauerinnen fotgrafieren Wirbelstück des toten Pottwals.

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Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein hatte ein Exemplar für die Gießener Uni bereitgestellt. Dort soll der Meeres-Gigant voraussichtlich im Großen Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher zusammengesetzt werden.

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Präparatoren bereiten eine Flosse des Pottwals für die Verladung mit einem Kran vor.

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Es werde aber einige Monate dauern, bis die rund 140 Knochen entsprechend präpariert seien, teilte die Uni mit. Zunächst müsse das Skelett über mehrere Monate in Flüssigkeit lagern, um es von allen Fleischresten zu befreien. Anschließend werde es vor seinem Umzug von der Veterinärmedizin in die Hoffmann-Akademie noch entfettet.

Eine Summe von rund 20.000 Euro sei nötig für Transport, Skelettierung, Präparation und Aufstellung des Skeletts. Dafür sammelt die Akademie derzeit Spenden.

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