Ein Polizist, im Hintergrund ein Reisebus.
Ein Polizist bei einer Buskontrolle (Archiv). Bild © picture-alliance/dpa

Keine Pause gemacht, keine Steuern gezahlt, kein funktionierendes Licht: Bei einer Kontrolle am Darmstädter Kreuz hatten Polizisten an allen überprüften Bussen etwas zu beanstanden.

Polizisten haben am Donnerstag in der Nähe des Darmstädter Kreuzes innerhalb von neun Stunden 13 Reisebusse kontrolliert - und bei allen stellten sie Mängel fest. Insgesamt kassierten die Beamten Bußgelder in Höhe von knapp 6.000 Euro. Unter anderem hatten Fahrer ihre Ruhezeiten nicht eingehalten oder waren zu schnell gefahren. Für manche Busse waren die Steuern nicht gezahlt worden oder es gab technische Mängel.

"Wir haben bei Reisebussen immer ziemlich hohe Beanstandungsquoten", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen. Das habe allein schon mit der Größe des Fahrzeugs zu tun - zu den technischen Mängeln gehörten auch Risse in der Frontscheibe oder ein defektes Abblendlicht. Keiner der beanstandeten Punkte sei allerdings so gravierend gewesen, dass der Bus aus dem Verkehr gezogen werden musste. Das sei in anderen Fällen auch schon vorgekommen.

Endstation für drei Busfahrer

In einem Fall allerdings saßen gleich drei Fahrer in einem Bus, die alle keine Bescheinigung über ihre Ruhezeiten dabei hatten - für sie musste ihr Busunternehmen einen Ersatzfahrer schicken. In einem anderen Fall hatte ein Fahrer die Ruhezeit so stark überschritten, dass er ein Bußgeld in Höhe von 1.210 Euro zahlen musste. Doch auch sein Bus konnte die Fahrt mit einem anderen Fahrer fortsetzen.