Apotheken-Logo, im Hintergrund Medikamente.
Logo an einer Apotheke. Bild © picture-alliance/dpa

Ein Apotheker aus dem Rhein-Main-Gebiet muss mehr als drei Jahre lang ins Gefängnis. Er hatte sich mit gefälschten Rezepten für teure Medikamente 850. 000 Euro erschwindelt. Komplizin war eine Artzhelferin.

Das Frankfurter Landgericht hat am Freitag einen 60 Jahre alten Apotheker aus dem Main-Taunus-Kreis wegen Rezeptbetrugs zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Eine ehemalige Arzthelferin aus Frankfurt erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe und muss außerdem 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Die beiden hatten mit gefälschten Rezepten die Krankenkassen um 850.000 Euro betrogen.

Wie beide Angeklagte gestanden, hatten sie die gefälschten Rezepte für besonders teure Transplantationspräparate eingereicht. Die Medikamente seien aber nie an Versicherte abgegeben worden. Die Arzthelferin hatte laut Urteil die Rezepte geschrieben.

Stempel und Rezeptblock in der Klinik gestohlen

Die 53-Jährige arbeitete bis Ende 2010 in einer Frankfurter Klinik. Dort hatte sie einen Arztstempel, Blanko-Rezepte und Patientendaten gestohlen. Die Rezepte hatte sie an den Apotheker verkauft. Wo das Geld geblieben ist, konnte in dem Prozess nicht geklärt werden. Der Apotheker hatte ausgesagt, er sei einer Betrügerin aufgesessen. Ein Teil des Geldes sei an sie gegangen.

Sendung: hr-iNFO, 21. April 2017, 15 Uhr

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