Gerhard Schröder Kronberg
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder im Mai 2014 bei der Ankunft im Schlosshotel in Kronberg. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Wegen einer Bombendrohung bei der Geburtstagsfeier von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) 2014 in Kronberg muss 39-Jähriger ein Jahr in Haft. Täterwissen überführte ihn.

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Ein 39 Jahre alter Mann ist am Dienstag wegen einer Bombendrohung bei einer Geburtstagsfeier von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er habe Täterwissen gehabt, dies habe ihn überführt, sagte die Richterin im Königsteiner Amtsgericht.

Bekennermails an das Hotel eingeräumt

Der Mann aus Berlin wurde wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten sowie Bedrohung verurteilt. Seine Rechtsanwältin hatte einen Freispruch beantragt, der Staatsanwalt plädierte auf eine 14-monatige Haftstrafe. 

Der mehrfach vorbestrafte 39-Jährige hatte laut Anklage am Abend des 12. Mai 2014 aus einer Telefonzelle in Berlin im Schlosshotel Kronberg (Hochtaunus) anonym angerufen und mit einer Bombe gedroht. Dort feierte Schröder mit ranghohen Gästen seinen 70. Geburtstag nach. Das Hotel wurde evakuiert. Die Geburtstagsgesellschaft feierte in einem anderen Luxushotel weiter. Der 39-Jährige stellte sich selbst der Polizei.

Wegen Bombendrohung gegen Polizeipräsidium verurteilt

Im Prozess bestritt er die telefonische Bombendrohung, Bekennermails an das Hotel räumte er aber ein. Er habe die Behörden in die Irre führen und den eigentlichen Täter schützen wollen, gab er als Begründung an. Diesen kenne er aber nicht.

2011 war der Mann wegen einer Bombendrohung gegen das Polizeipräsidium Frankfurt verurteilt worden.

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