Polizisten am Herborner Bahnhof
Polizisten stehen am Herborner Bahnhof, wo an Heiligabend ein Beamter erstochen wurde. Bild © picture-alliance/dpa

Der mutmaßliche Polizistenmörder von Herborn saß bereits mehrmals im Gefängnis - vor allem wegen Körperverletzung. Schon als 14-Jähriger war er mit Straftaten in Erscheinung getreten - derzeit wartet er in U-Haft auf seine Anklage.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Wetzlar bestätigte am Dienstag, dass der 27-Jährige, der in einem Zug im Herborner Bahnhof einen Polizisten erstochen haben soll, seit 2006 bereits viermal im Gefängnis saß. Meist sei es dabei um Körperverletzung gegangen.

Der Mann trat demnach erstmals im Jahr 2002 als 14-Jähriger polizeilich in Erscheinung. Zuvor hatte mittelhessen.de über die Vergangenheit des "Mehrfach-Intensivtäters" berichtet.

Termin für Anklage noch offen

Bereits bekannt war, dass der Mann zur Tatzeit des Polizistenmordes wegen einer anderen Gewalttat unter Bewährung gestanden hatte. Bei dem Vorfall am 24. Dezember starb ein Beamter, ein zweiter erlitt schwere Verletzungen. Der Tatverdächtige sitzt derzeit wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Wann Anklage erhoben wird, ist noch unklar. Es laufen auch noch zwei Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen den 27-Jährigen, die sich um andere Fälle drehen.

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