Schlossgrabenfest
Die Polizei sucht nach sexuellen Übergriffen auf dem Schlossgrabenfest weitere Zeugen. Bild © picture-alliance/dpa

Die Zahl möglicher Opfer sexueller Übergriffe beim Darmstädter Schlossgrabenfest steigt weiter. Bis Dienstagnachmittag meldeten sich 26 Frauen bei der Polizei.

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Nach sexuellen Übergriffen auf Frauen beim Schlossgrabenfest in Darmstadt melden sich immer mehr Geschädigte bei der Polizei. Die Beamten sprachen von 26 Frauen bis Dienstagnachmittag.

Die Frauen hätten übereinstimmend geschildert, dass die Täter in Kleingruppen von bis zu zehn Personen agiert hätten, sagte ein Polizeisprecher dem hr. "Diese Personen sind wohl auf die Frauen zugegangen, haben sie angetanzt und unsittlich berührt." Das sei offenbar auch die Hauptmotivation der Täter gewesen.

Bisher 14 Anzeigen

Um die Zahl der tatsächlichen Anzeigen gab es zunächst Verwirrung, weil nicht jede Meldung eines Übergriffs zu einer Anzeige führt. Bis zum Morgen gab es 14 Anzeigen, wie eine Polizeisprecherin hessenschau.de sagte.

Teilweise hätten sich etwa auch Mütter der Betroffenen gemeldet. Außerdem seien noch nicht alle Angaben der Frauen geklärt. Einige Vernehmungen stünden noch aus. "Wir schließen nicht aus, dass es noch mehr Anzeigen werden", sagte die Sprecherin.

Drei Festnahmen am Wochenende

Zum Ende des viertägigen Musik-Festivals mit etwa 400.000 Besuchern hatten Frauen in der Nacht zum Sonntag die Polizei darüber informiert, von mehreren Männern unsittlich angefasst worden zu sein. Die Polizei hatte kurz darauf drei verdächtige Männer im Alter von 28 bis 31 Jahren festgenommen. Sie seien inzwischen wieder auf freiem Fuß. Zwei von ihnen seien Asylbewerber, der dritte vermutlich auch.

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