Notbremse ziehen und über die Gleise zurücklaufen: Mit dieser abenteuerlichen Aktion hat sich eine Familie geholfen, nachdem sie am Mittwoch in einem ICE den Ausstieg am Frankfurter Flughafen verpasst hatte. Die Folge: Ein Besuch auf der Polizeiwache und Bahnstörungen.

Die Notbremse in einer S-Bahn
Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Es ist wohl jedem schon einmal passiert: Man sitzt im Zug, denkt an Gott und die Welt und plötzlich hat man seine Haltestelle verpasst. Normalerweise bleibt einem dann nichts anders übrig, als zähneknirschend auf den nächsten Stopp des Zuges zu warten. Oder man macht es halt wie ein 17-Jähriger, der am Mittwoch die Notbremse im ICE zog, und so der Bahn und der Frankfurter Bundespolizei einen aufregenden Tag bescherte.

Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, hielt der junge Mann den ICE kurzerhand an, weil er und seine Familie den Ausstieg am Fernbahnhof des Airports verpasst hatten. Danach spazierten die insgesamt sechs Fahrgäste mehrere hundert Meter über die Gleise in Richtung Haltestelle zurück.

Strafe droht

Eine Zeitersparnis brachte das Abenteuer der Truppe aber nicht, denn an der Haltestelle warteten bereits die alarmierten Behörden. Nach einem Trip auf die Wache wartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen auf den jungen Mann.

Die Bahnstrecke zwischen dem Frankfurter Flughafen und dem Hauptbahnhof wurde wegen der Aktion für 50 Minuten gesperrt. Die Bundespolizisten mussten sicherstellen, dass keine weiteren Personen aus dem Zug gestiegen waren. Es kam zu erheblichen Behinderungen.

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