Die Polizei sperrte den Unfallbereich ab.
Die Polizei sperrte den Unfallbereich ab. Bild © Michael Seeboth (hr)

An der Frankfurter S-Bahn-Station Taunusanlage ist ein 46-Jähriger ums Leben gekommen. Er war im Gleisbett stehend von einem Zug erfasst worden. Die Station war fast zwei Stunden gesperrt.

Nach Angaben der Frankfurter Polizei war der wohnsitzlose Mann am Donnerstag gegen 12 Uhr von einer S-Bahn erfasst und herumgeschleudert worden, als er am Tunnelende im Übergang zur Station im Gleisbett stand. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb.

Weshalb er sich im Gleisbett aufhielt, ist unklar. Hinweise auf einen Suizid gebe es nicht, so die Frankfurter Polizei. Die Bundespolizei war zunächst von einem Selbstmord ausgegangen. Sie gab das Alter des Mannes mit 46 Jahren an.

Fast alle S-Bahn-Linien lahmgelegt

Die Station Taunusanlage wurde wegen der Bergungsarbeiten gesperrt. Davon betroffen waren die Linien 1 bis 6 sowie 8 und 9. Einem Bahnsprecher zufolge wurde die Sperrung um 13.38 Uhr wieder aufgehoben.

S1, S2, S3, S4, S5, S6, S8, S9: Störung beendet (Stand 18.05., 14:14 Uhr) https://t.co/2RxKQTFmyN

Wieviele Fahrgäste von der Störung betroffen waren, konnte der Bahnsprecher nicht sagen. Er ging aber davon aus, dass sich bis zum Einsetzen des abendlichen Pendlerverkehrs der Rhythmus der S-Bahnen wieder eingependelt haben werde. "Bis zur Rush Hour haben wir dann vielleicht noch Verspätungen von maximal fünf Minuten."

Gefährlich: Obdachlose im S-Bahn-Tunnel

In den vergangenen Monaten war es wegen Menschen, die im Tunnel einen Schlafplatz suchen, immer wieder zu Störungen gekommen. Im Verlauf des Winters legten knapp ein Dutzend Wohnsitzlose den S-Bahn-Verkehr rund um Frankfurt zeitweilig lahm. Auch im März kam es wegen dreier Obdachloser im S-Bahn-Tunnel zu massiven Störungen im Pendlerverkehr.

Sendung: hr-iNFO, 18.05.2017, 16.00 Uhr

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