Bei einem sogenannten "Reichsbürger" in Lorch hat die Polizei ein größeres Waffenarsenal sichergestellt. Es gab Indizien, dass der 64-Jährige psychisch labil und gefährlich ist.

Ein hessischer Polizist in Uniform
Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Der Mann sei am Dienstagmorgen im Lorcher Ortsteil Lorchhausen (Rheingau-Taunus) vorläufig festgenommnen worden, berichtete die Polizei am Mittwoch. Bei dem Zugriff durch eine Spezialeinheit seien in seinem Auto mehrere Schusswaffen sichergestellt worden: unter anderem drei Langwaffen, zwei Schreckschusswaffen, mehrere Jagdmesser und jede Menge Munition.

Gegen den 64-Jährigen werde wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Das Verfahren sei einige Tage zuvor eingeleitet worden, sagte ein Sprecher hessenschau.de. Der Mann habe die Waffen unerlaubt in seinem Auto umhergefahren. Bei einem Wohnungswechsel habe man ihn abgepasst und gestellt.

Verdacht auf psychische Probleme

Der 64-Jährige besitzt laut Polizei einen Jagdschein. Ein Hinweis der Waffenbehörde habe die Beamten auf die Spur des Mannes gebracht. Dort habe man den Verdacht gehabt, dass er psychische Probleme hat und eine Gefahr darstellen könnte. Durch die Ermittlungen der Kriminalpolizei habe sich dann auch herausgestellt, dass der Mann offenbar dem Spektrum der "Reichsbürger" zuzuordnen sei.

Am 19. Oktober hatte ein 49 Jahre alter "Reichsbürger" in Mittelfranken einen Polizisten erschossen und weitere Beamte verletzt. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

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