Schwarzenborn Lohfelden
Die Lohfeldener Flüchtlingsunterkunft in der Nähe des Tatorts. Bild © Sabrina Kurth

Ein Asylbewerber, der am Mittwochabend schwer verletzt auf einer Straße in Lohfelden bei Kassel gefunden wurde, ist von einem Radfahrer niedergestochen worden. Das hat das Opfer am Donnerstag gegenüber der Polizei ausgesagt. Vom Täter fehlt jede Spur.

Der Asylbewerber war am Mittwochabend von einem Autofahrer stark blutend auf einer Kreuzung liegend gefunden worden. Das Opfer wies laut Polizei eine Stichverletzung im oberen Rücken auf und wurde noch in der Nacht operiert. Die Verletzung war den Angaben zufolge nicht lebensgefährlich.

Plötzlich Schlag von hinten gespürt

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Erst am Donnerstag konnte der Mann vernommen werden. Der Bewohner einer nahe gelegenen Asylbewerberunterkunft gab an, zu Fuß auf der Suche nach einer Tankstelle gewesen zu sein, als er hinter sich ein Geräusch hörte. Er habe kurz einen Radfahrer wahrgenommen und sei dann weitergegangen, während er auf seinem Handy eine Nachricht schrieb.

Plötzlich habe er einen Schlag gespürt, berichtete der Mann. Dem Radfahrer, der weiterfuhr, habe er noch etwas hinterhergerufen, dann sei er zusammengesackt. Verletzt schleppte sich der 22-Jährige zu der Kreuzung. Ein Autofahrer alarmierte den Notarzt.

Zwei Besteckmesser gefunden

Polizei auf Straße
Auf dieser Kreuzung wurde der 22-Jährige gefunden. Bild © hessennews.tv

Den Täter beschrieb das Opfer als Mann unter 30 Jahren. Er soll einen Rucksack mit sich geführt haben. Bei dem unbeleuchteten Fahrrad habe es sich um ein älteres, nicht sportliches Modell gehandelt.

Im Bereich um den Tatort fand die Polizei zwei Besteckmesser. Ob sie als Tatwaffe in Frage kommen, ist noch unklar. In der rund 150 Meter entfernten Flüchtlingsunterkunft, einem ehemaligen Gartencenter, soll es Stunden vor der Tat zu Streitereien gekommen sein.

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