Der Blick auf die Planeten kurz vor Sonnenaufgang.
Der Blick auf die Planeten kurz vor Sonnenaufgang. Bild © Collage picture-alliance/dpa / hessenschau.de

Ein Himmelsspektakel, nicht nur für Hobbyastronomen: Derzeit lassen sich die fünf Planeten Merkur, Venus, Saturn, Mars und Jupiter mit bloßem Auge beobachten. Wichtiges über die Planetenparade und wo Sie die beste Sicht haben, erfahren Sie hier.

Die "Planetenparade Supreme" ist am besten zwischen Donnerstag, 28. Januar, und Dienstag, 2. Februar, kurz vor Sonnenaufgang zu beobachten. Geduldige Schaulustige können aber schon jetzt mit dem Beobachten der Planeten beginnen, wie Volker Heinrich von der Sternwarte Frankfurt sagt.

Das Planeten-Spektakel startet derzeit bereits am späten Abend: Zuerst erscheint Jupiter, dann ab zirka zwei Uhr nachts Mars, danach Saturn, Venus und zum Schluss - mit etwas Beobachtungsglück - auch der kleine Merkur.

Nacheinander gehen die Planeten im Südosten auf. Sie ziehen wie an einer Perlenkette entlang der Ekliptik - also die von der Erde aus gesehene scheinbare Bahn der Sonne - von Osten nach Westen, wie Heinrich berichtet. Bei Sonnenaufgang (gegen 8 Uhr) sei das Phänomen vorbei. Übrigens: Das Spektakel kann man nur alle zirka zehn Jahre beobachten.

Das ganze Spektakel in 45 Minuten

Wer nicht die ganze Nacht in die Planetenbeobachtung investieren will, stellt sich den Wecker auf mindestens eine Stunde vor Sonnenaufgang. Eine Dreiviertelstunde vor Sonnenaufgang kann man alle Planeten von Osten nach Westen gleichzeitig am Himmel beobachten: Merkur hängt sehr tief am Dämmerungshimmel und leuchtet schwach. Dann kommt Venus, der Morgenstern - er leuchtet sehr stark und ist eines der auffälligsten Objekte.

Der Planet Saturn hat eine eher schwache Leuchtkraft, der Mars fällt durch seine orange-rote Färbung auf. Jupiter ist optisch sehr auffällig, da er heller als alle Sterne in seiner Umgebung leuchtet. Da Merkur für Beobachter ein sehr seltener Gast am Himmel ist und erst einige Minuten vor Sonnenaufgang nachrückt, ist er nur für eine ganz kurze Zeitspanne zu sehen.

Der Mond als Orientierung

Da es für Ungeübte nicht leicht ist, sich am Himmel zu orientieren, gibt es eine einfache Möglichkeit alle Planeten nacheinander zu sichten: Beobachter können sich am abnehmenden Mond orientieren. Denn der stattet zwischen dem 28. Januar und dem 5. Februar den fünf Planeten nacheinander einen Besuch ab, so dass diese ganz in seiner Nähe zu sehen sind.

Planeten
Die Planeten und ihre Position zum Mond (Lesart zur besseren Orientierung von Südosten nach Südwesten) Bild © hessenschau.de
  • 28.1.: Der Mond trifft auf den Jupiter.
  • 29.1.: Optimale Beobachtungszeit für das Gesamtspektakel.
  • 1.2.: Mond trifft auf Mars. Beste Beobachtungszeit: In der Morgendämmerung.
  • 3.2.: Mond trifft Saturn.
  • 5.2.: Mond trifft Venus und Merkur. Da am 5.2. die Mondsichel sehr schmal ist, erwartet Sternenwart Heinrich den "ästhetisch schönsten Anblick".

Voraussetzungen und Tipps für das Planeten-Schauen:

  • Einen geeigneten Platz aufsuchen: Ort mit freier Sicht in den Süden, Süd-Osten – keine Stadtbebauung, kein Wald. In Frankfurt sind beispielsweise der Riedberg oder der Lohrberg geeignet. Aber auch jeder Berg oder Hügel, der nicht bewaldet ist. Experte Heinrich empfiehlt das Feldberg-Plateau.
  • Mit Fernglas ist es wahrscheinlicher, die Planeten wirklich zu erkennen.
  • Kostenlose Sternenkarten-Apps (wie zum Beispiel Sky Map oder Sky View) können helfen, sich am Himmel zu orientieren und die Planeten zu finden - einfach durch das Smartphone zum Himmel schauen.
  • Auch ein Kompass kann für die Orientierung am Himmel dienlich sein.
  • Früh aufstehen, mindestens eine Stunde vor Sonnenaufgang
  • Und natürlich muss das Wetter mitspielen: Optimal sind ein wolkenloser Himmel und eine klare Sicht.

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