Einbrechen, schnell etwas essen und Diebesgut mitgehen lassen: So hat es ein Einbrecher dutzende Male in Hünfeld und andernorts gemacht. Zur Freude der Polizei hinterließ er angebissene Wurst und angebrochene Flaschen - samt DNA-Spuren.

Wurst Brot
Bild © Colourbox.de

Seine Eigenart, an Tatorten zu essen und zu trinken, ist einem Serien-Einbrecher zum Verhängnis geworden. Nach der Auswertung von DNA-Spuren an angebissenen Würstchen oder angebrochenen Getränken konnten Ermittler bereits im November im rheinland-pfälzischen Montabaur einen 45 Jahre alten Mann festnehmen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Seit seiner Festnahme sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Ermittler werfen dem Mann vor, ab dem Sommer 2014 allein im Raum Hünfeld (Kreis Fulda) 38 Mal eingebrochen zu haben. Eine ähnliche Fallzahl nennt die Polizei in Montabaur. "Das dürfte aber nur die Spitze des Eisberges sein", sagte ein Sprecher der Fuldaer Staatsanwaltschaft. Der Mann habe in Hanau, Offenbach, Limburg und Gießen, sowie im Badischen ebenfalls zahlreiche Einbrüche begangen.

Suche mit Hubschrauber und Wärmebildkamera

Polizisten aus allen Bereichen des Präsidiums Osthessen hatten fieberhaft nach dem damals unbekannten Tatverdächtigen gefahndet. Dabei kamen unter anderem Wärmebildkameras der Bundespolizei sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Welche Waren der 45-Jährige mitgehen ließ, konnte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Konstanz auf Nachfrage von hessenschau.de zunächst nicht sagen. In Konstanz werden auch die osthessischen Fälle bearbeitet. Alle involvierten Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften arbeiteten nun mit Hochdruck daran, das Gerichtsverfahren gegen den 45-Jährigen auf den Weg zu bringen.

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