Eine Sternschnuppe am Nachthimmel
Es regnet wieder Sternschnuppen. Bild © picture-alliance/dpa

Ein Blick in den Nachthimmel lohnt sich derzeit besonders: Jetzt zeigen sich wieder die sogenannten Geminiden, die zu den schönsten Sternschnuppen zählen. Wir verraten, wann und wo sie am besten zu sehen sind.

Was sind Geminiden?

Geminiden sind ein Schwarm von Sternschnuppen beziehungsweise Meteoren. Ihr Ursprung liegt im Sternbild Zwillinge (lateinisch: Gemini), weshalb sie so benannt sind. Genauer stammen sie von dem zerbrochenen Kleinstplaneten Phaeton. Die Trümmerstücke des Phaeton sind so groß wie der Kopf einer Stecknadel oder eines Streichholzes. "Wenn sie in die obere Erdatmosphäre eindringen, regen sie die Atmosphäre zum Leuchten an", sagt Michael Passarge von der Sternwarte in Bad Salzschlirf (Fulda). "Dann regnen sie auf die Erde ab." Zwar verglühe vorher auch ein großer Teil, aber jedes Jahr käme auch eine beachtliche Zahl an Sternschnuppen auf die Erde herab.

Das besondere an den Geminiden: Sie sind der stärkste Meteorschauer des Jahres. Es zeigen sich also mehr Sternschnuppen als bei den Perseiden alljährlich im August. Und die Geminiden sind besonders schön, weil sie viele helle, typischerweise gelb-weiß leuchtende Meteore hervorbringen.

Wie lange dauert das Spektakel?

Die Geminiden tauchen jedes Jahr in der Zeit vom 4. bis 17. Dezember auf. Der Höhepunkt wird in diesem Jahr in der Nacht von Sonntag auf Montag (13./14. Dezember) erwartet. Dann könnten bis zu 120 Meteore pro Stunde über den Himmel huschen. Ab Montagabend dürfte die Anzahl der Sternschnuppen rasch abnehmen.

Wo kann man die Geminiden am besten sehen?

Bei klarem Himmel könnten sie mit bloßem Auge gut zu sehen sein. So richtig spielt das Wetter nicht mit. hr-Wetterredakteur Mark Eisenmann macht vor allem den Südhessen Hoffnung. "In der Nacht von Sonntag auf Montag, also wenn das Spektakel seinen Höhepunkt erreicht, stehen die Chancen gut, dass es gebietsweise aufklart." Südlich der Wetterau werde die Wolkendecke örtlich aufreißen und stellenweise einen Blick auf den Geminiden-Schauer gewähren. "Im Norden und Osten überwiegen hingegen die Wolken", so Eisenmann.

Grundsätzlich gilt aber: je dunkler die Nacht, desto besser die Sicht. Von Vorteil ist deshalb in diesem Jahr, dass zum Zeitpunkt des Maximums fast Neumond ist und damit kaum Mondlicht bei der Beobachtung der Geminiden stört. Deshalb ist das Sternschnuppen-Spektakel in ländlichen Regionen besser zu sehen als in den Städten mit viel mehr Licht. Mit Blick auf die Wetterlage dürfte die Sicht also zum Beispiel im Taunus ganz gut sein. In jedem Fall sollte man in Richtung Osten blicken.

Kann man sich was wünschen?

Nach einem alten Brauch soll man sich beim Anblick einer Sternschnuppe etwas wünschen. Sollten Sie daran glauben, beachten Sie die folgenden beiden Punkte:

  1. Der Wunsch sollte zu Ende gedacht werden, bevor die Sternschnuppe verglüht ist.
  2. Man sollte den Wunsch für sich behalten, ansonsten geht er nicht in Erfüllung.

Wann gibt es den nächsten Sternschuppen-Schauer?

Nach den Geminiden zur Adventszeit folgt um die Weihnachtsfeiertage der Ursidenstrom. Sein Höhepunkt wird in der Nacht zum 23. Dezember gegen Mitternacht erwartet. Er ist allerdings mit nur bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde deutlich schwächer. Hinzu kommt, dass in diesem Jahr dann nahezu Vollmond ist.

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