Brand in Lampertheim
Die Unterkunft für Flüchtlinge in Lampertheim. Bild © picture-alliance/dpa

Unbekannte haben am Sonntagabend im südhessischen Lampertheim Feuer in einem Haus gelegt, in dem Flüchtlinge untergebracht sind. Alle Bewohner blieben unverletzt. Innenminister Peter Beuth (CDU) machte sich am Montag ein Bild von der Lage.

Ermittler der Polizei sichern am Brandort Spuren.
Mitarbeiter der Spurensicherung durchsuchen am Morgen den Brandort. Bild © picture-alliance/dpa

Die unbekannten Täter hatten sich am Sonntagabend gewaltsam Zutritt zu dem Büro einer Immobilienfirma in dem Gebäude verschafft, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. Sie warfen Einrichtungsgegenstände um und bedienten sich an Getränken, die sie dort fanden. Danach zündeten sie Möbel in dem Büro und an einer Stelle im Treppenhaus an, möglicherweise um Spuren des Einbruchs zu verwischen.

49 Bewohner in andere Unterkunft gebracht

Passanten hatten gegen 22.30 Uhr den Rauch gesehen und die Feuerwehr gerufen. Die 49 Flüchtlinge, die über den Büroräumen untergebracht sind, konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Sie wurden in der Nacht in eine andere Flüchtlingsunterkunft gebracht.

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Bei Tagesanbruch haben Brandermittler der Polizei am Tatort ihre Arbeit aufgenommen. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es nach bisherigen Ermittlungen nicht, erklärte eine Polizeisprecherin. Das Motiv sei aber unklar. Am Vormittag hatte Innenminister Peter Beuth (CDU) sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und mit den Einsatzkräften gesprochen.

Die Löscharbeiten hatten rund eine Stunde gedauert. Über die Höhe des Sachschadens können noch keine Angaben gemacht werden. Die Sicherung der Spuren in dem verwinkelten Gebäudekomplex werde noch mehrere Tage dauern.

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