Unfallflucht über 99 Kilometer: Ein Zeuge hat jetzt die Stelle entdeckt, an der ein Lastwagen im auffälligen DFB-Design einen Unfall verursachte und mit aufgerissenem Tank und geplatztem Reifen seine Fahrt über die A3 fortsetzte. Am Mönchhofdreieck war das Fahrzeug schließlich liegen geblieben.

Die Polizei sucht Zeugen, denen auf der A3 der Laster mit schwarz-rot-goldener Lackierung aufgefallen ist.
Mit aufgeschlitztem Tank fuhr der Laster von Wertheim bis zum Mönchhofdreieck Bild © Polizeipräsidium Frankfurt

Nach einem Zeugenaufruf der Polizei am Dienstag hatte sich ein Autofahrer aus Großostheim in Unterfranken gemeldet. Die gesuchte Unfallstelle liege auf der A3 bei Wertheim (Baden-Württemberg) in einer Baustelle, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Beamten der zuständigen Verkehrspolizei konnten wenig später die Unfallstelle ausfindig machen und fanden sogar noch Fahrzeugteile, die von dem Laster stammten. Bei der Klärung half vermutlich auch das auffällige Design des Mercedes-Lkw, der mit schwarz-rot-goldener Lackierung und einem DFB-Logo auf der Fahrer- sowie einem adidas-Logo auf der Beifahrertür versehen ist.

Fahrer fuhr noch 99 Kilometer weiter

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Lkw in der Baustelle von der Fahrbahn abgekommen war. Der Sachschaden hält sich in Grenzen, in einer Pressemitteilung ist von rund 2.000 Euro die Rede.

Kurios ist jedoch, dass der Fahrer nach seinem Unfall noch 99 Kilometer auf der A3 weitergefahren ist - bis fast zum Mönchhofdreieck, wo der Laster schließlich liegen blieb. Warum der 56-Jährige nach dem Unfall nicht anhielt, ist noch immer unklar. Die Polizei ermittelt weiter.

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