Eine Frau geht über den Eisernen Steg in Frankfurt
Mehrere Frauen wurden in der Silvesternacht im Bereich des Eisernen Stegs sexuell belästigt. Bild © picture-alliance/dpa

Die Zahl der Anzeigen wegen sexueller Übergriffe in der Silvesternacht in Frankfurt ist weiter gestiegen. Inzwischen ermittelt die Arbeitsgruppe "Steg" der Polizei in 15 Fällen - auch wegen Diebstählen. Ein Verdächtiger befindet sich in Untersuchungshaft.

Auch bei den neu hinzugekommenen strafrechtlich relevanten Fällen seien Frauen unsittlich berührt worden, teilte die Polizei in Frankfurt am Freitag mit. In allen Fällen fanden die Übergriffe im Bereich des Eisernen Stegs statt.

Die Frauen gaben demnach an, an Brust, Gesäß oder im Imtimbereich berührt worden zu sein. Die Beschreibung der Täter ähnelt sich größtenteils. Die Frauen sprachen von Männergruppen arabischer beziehungsweise nordafrikanischer Herkunft, so die Polizei.

Mutmaßliche Trickdiebe sind Flüchtlinge

Die Ermittler haben eine Arbeitsgruppe mit dem Namen "Steg" eingerichtet. Diese prüft auch, ob die zehn Trickdiebe, die in der Silvesternacht in Sachensenhausen und in der Innenstadt festgenommen wurden, für die sexuellen Übergriffe verantwortlich sind. Ob ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch unklar. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Polizeiangaben vom Freitag um Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 27 Jahren. Sechs von ihnen waren im Jahr 2015 und die anderen zwischen 2010 und 2014 aus Nordafrika eingereist.

Ein Tatverdächtiger befindet sich laut Polizei in Untersuchungshaft, vier Minderjährige wurden dem Jugendamt vorgestellt. Die anderen Personen wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

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