Gegen zehn Asylbewerber aus hessischen Flüchtlingsunterkünften ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie sollen in Syrien gekämpft und schwere Straftaten geplant haben.

Ein Stapel Akten
Bild © picture-alliance/dpa

Zehn Asylbewerber stehen im Verdacht, Anschläge oder andere schwere Straftaten geplant zu haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt führe gegen die Männer drei Ermittlungsverfahren, sagte ein Sprecher des hessischen Generalstaatsanwalts am Freitag. Er bestätigte damit, was Generalstaatsanwalt Helmut Fünfsinn dem Wiesbadener Kurier gesagt hatte.

Die Verdächtigen lebten in hessischen Flüchtlingsunterkünften, sagte der Sprecher. Einzelheiten nannte er nicht, auch nicht über die mutmaßlich geplanten Straftaten.

Hinweise aus Flüchtlingseinrichtungen

Dem Vernehmen nach fallen die Betroffenen unter Terrorverdacht, weil sie in Syrien an Kampfhandlungen beteiligt gewesen sein sollen. Die Hinweise auf sie kamen nach Informationen von hr-iNFO aus den Flüchtlingseinrichtungen, in denen sie wohnten. Die Männer sollen dort aufgefallen sein.

Vor kurzem hatte die Spur eines bei einem Angriff in Paris erschossenen Attentäters in eine Asylbewerberunterkunft in Recklinghausen geführt. Der Tunesier wohnte dort zeitweise.

Seit 2013 mehr als 200 Ermittlungsverfahren

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat in Hessen die Federführung für Staatsschutzverfahren. Insgesamt sind dort seit 2013 mehr als 200 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenen Gewalttat eingeleitet worden, unter anderem gegen einen mutmaßlichen Islamisten aus Oberursel. Er soll im vergangenen Jahr einen Anschlag auf das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" am 1. Mai geplant haben. Von kommender Woche an steht er in Frankfurt vor Gericht.

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