Drehender Fidget Spinner auf einem Knie
Begehrtes Trendspielzeug: Fidget Spinner Bild © picture-alliance/dpa

Fans der bunten Fingerkreisel, die aus Kinderzimmern derzeit nicht wegzudenken sind, müssen jetzt sehr stark sein. Der Zoll hat in Frankfurt mehr als eine Million "Fidget Spinner" aus dem Verkehr gezogen und zerstört.

Schwung geben und auf dem Finger kreiseln lassen. Fidget Spinner sind das aktuelle Trendspielzeug, das bei Kindern heiß begehrt ist. Die Kreisel wurden ursprünglich zur Verbesserung der Konzentration entworfen, entwickelten sich aber rasch zum "Must-Have" im Kinderzimmer. So beliebt, dass sie in Spielwarengeschäften zeitweise ausverkauft waren.

Sichergestellte Fidget Spinner beim Zoll Frankfurt
35 Tonnen der Plastikkreisel wurden in Frankfurt vernichtet. Bild © Hauptzollamt Frankfurt

Mehrere Großlieferungen aus China sind gar nicht erst in den Handel gelangt, weil das Frankfurter Hauptzollamt die Ware aus dem Verkehr gezogen hat. Insgesamt seien im Mai 80 Tonnen der bunten Kreisel genauer unter die Lupe genommen worden. 35 Tonnen davon wurden als "unsicheres Produkt" eingestuft und direkt vernichtet, teilte der Zoll am Freitag mit.

Lichter fielen von alleine aus dem Kreisel

Aus den beschlagnahmten Kreiseln ließen sich zum Beispiel die LED-Lichter so leicht herauslösen, dass sie verschluckt werden könnten. Zwar sei ein Austausch der Lichter vorgesehen, doch müssten die Einzelteile einem gewissen Druck standhalten. Das sei bei diesen Produkten nicht der Fall gewesen, erklärte eine Sprecherin des Zollamtes.

Außerdem fehlten die zum Schutz der Verbraucher vorgeschriebenen CE-Kennzeichnungen, lesbare Gebrauchsanweisungen sowie Modellnummern. Für einen Teil der Lieferung konnten diese Angaben nachgereicht werden, doch 35 Tonnen des Plastikspielzeugs mussten aus dem Verkehr gezogen werden. Bei einem Einzelgewicht von unter 30 Gramm sind das mit Verpackung mehr als eine Million Drehkreisel.

Sendung: hr-iNFO, 16.06.2017, 15.50 Uhr

Das könnte Sie auch interessieren