Brandermittler untersuchen am Morgen das Haus in Lampertheim.
Ermittler im vergangenen Oktober am Tatort in Lampertheim. Bild © picture-alliance/dpa

Wegen des Brandes in einer Asylbewerberunterkunft in Lampertheim im vergangenen Oktober sitzen zwei Eritreer in Untersuchungshaft.

Die beiden Männer aus Eritrea im Alter von 18 und 23 Jahren würden bereits seit Januar wegen des Verdachts der Brandstiftung in Untersuchungshaft sitzen, berichtete Echo-Online am Freitag. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt habe dies aber erst jetzt auf Nachfrage mitgeteilt.

Der Brand in dem Gebäudekomplex mit Flüchtlingsheim hatte Lampertheim (Bergstraße) im vergangenen Oktober überregionale Aufmerksamkeit beschert, weil in dieser Zeit die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlingsheime stieg. Auch Innenminister Peter Beuth (CDU) eilte zum Tatort. Alle 49 Bewohner blieben unverletzt. Der Schaden wurde auf 100.000 Euro geschätzt.

Spuren ausgewertet

Die Polizei hatte bereits damals erklärt, dass sie keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund habe. Dies hat sich bei den Ermittlungen offenbar bestätigt. Der Brand war nicht im Heim selbst gelegt worden, sondern in einem Immobilienbüro, in das zuvor eingebrochen war.

Nun führten Spuren aus dem Einbruch im Büro bis zu den beiden Männern, denen auch Einbruch vorgeworfen wird. Die Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme am Freitagabend nicht erreichbar.

Die zuständigen Behörden des Kreises Bergstraße waren von der Staatsanwaltschaft über den Fortschritt bei den Ermittlungen informiert worden. Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf (Grüne) sagte hessenschau.de, das Heim in Lampertheim sei weiter belegt. Außergewöhnliche Vorkommnisse habe es seit dem Brand im Oktober 2015 nicht mehr gegeben. Man setze bewusst auf kleinere Unterkünfte statt auf Hallen und Provisorien.

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