Alfa Bernd Lucke
Alfa-Mitbegründer Bernd Lucke am Samstag auf dem Gründungsparteitag des hessischen Landesverbandes Bild © picture-alliance/dpa

Die im Sommer neugegründete Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) hat seit Samstag einen hessischen Landesverband. Auch nach der Trennung vom rechten Rand setzt die AfD-Abspaltung auf das Thema Migration.

Arnd Christofer Frohne
Alfa-Landeschef Arnd Frohne Bild © picture-alliance/dpa

In Frankfurt ist am Samstag der hessische Landesverband der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) gegründet worden. Rund 100 Stimmberechtigte wählten beim Gründungsparteitag Arnd Frohne zum Landesvorsitzenden. Zu seinen Stellvertretern wurden Mathias Flörsheimer, Thomas Preinl und Hadi Riedel bestimmt.

"Islam gehört für mich garantiert nicht zu Deutschland"

Zum Gründungsparteitag kam auch der Parteimitbegründer und frühere AfD-Chef Bernd Lucke. Er bescheinigte der Bundesregierung in seiner Rede einen Kontrollverlust in der Flüchtlingsfrage: "Es ist naiv, allen Flüchtlingen die Aufnahme in Deutschland zu verheißen." Alfa verfolge das Ziel, Flüchtlinge möglichst heimatnah unterzubringen: "So heimatnah, wie es nur irgend geht", sagte Lucke.

Die Flüchtlingsfrage werde auch bei den hessischen Kommunalwahlen eine Rolle spielen, sagte der frisch gewählte Landesvorsitzende Frohne. Bei den Kommunalwahlen plant Alfa, in vier Wahlkreisen Kandidaten aufzustellen. Stellvertreter Thomas Preinl sagte: "Ich sehe eine Kultur im Werteverfall, eine Bildungskrise und linke Gleichmacherei. Der Islam gehört für mich garantiert nicht zu Deutschland."

Probezeit für Neumitglieder

Die konservativ-liberale Partei Alfa hatte sich im Juli von der konservativ-nationalen AfD abgespalten. In Hessen hat die Partei nach eigenen Angaben bislang etwa 300 Mitglieder. Für Neumitglieder gebe es eine Probezeit, sagte Lucke der Deutschen Presse-Agentur: "Eine Lehre aus der Entwicklung der AfD."

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