Hessentagsstraße in Hofgeismar 2015
Hessentag in Hofgeismar 2015 Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Hessentage müssen ab 2018 mit weniger Zuschüssen vom Land auskommen. Zudem sollen die Ausrichterkommunen das Geld für ohnehin geplante Projekte nutzen.

Großer Spaß, aber auch große Verluste prägten viele Hessentage der Vergangenheit. Zuletzt meldete Hofgeismar (Kassel) im vergangenen Jahr bei 750.000 Besuchern ein Minus von 1,68 Millionen Euro, davor waren es oft noch weit höhere Millionen-Beträge. Nun will die Landesregierung, dass zumindest weniger Geld aus der Landeskasse in die Hessentage fließt. Sie will die Zuschüsse ab 2018 von zehn auf zunächst neun Millionen Euro kürzen.

Die Ausrichterkommunen sollten die Zuschüsse zudem so nutzen, dass sie Projekte umsetzen, die schon lange geplant waren, erklärte Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU) am Freitag nach einer Anhörung zur Zukunft des Landesfestes. Auf diesem Weg würden nicht nur die Kosten sinken, sondern auch die Infrastruktur der Städte langfristig verbessert, sagte er.

Kostenbremse im Koalitionsvertrag angekündigt

Die schwarz-grüne Koalition hatte bereits in ihrem Koalitionsvertrag erklärt, sie wolle den Hessentag mit den Kommumen weiterentwickeln, strebe aber eine Reduzierung der Kosten an. Das Fest liegt traditionell der CDU mehr am Herzen als dem grünen Partner, der sich nicht mit seiner früheren Idee durchsetzen konnte, das Fest nur noch alle zwei Jahre auszurichten.

Ende 2014 hatte der innenpolitischer Sprecher der Grünen, Jürgen Frömmrich, angekündigt, die Zuschüsse würden 2018 auf neun Millionen Euro sinken, 2019 auf 8,5 Millionen Euro. Dabei erinnerte auch an die Schuldenbremse.

Hessentagsstadt 2018 wird Dienstag verkündet

In diesem Jahr findet der Hessentag vom 20. bis 29. Mai in Herborn (Lahn-Dill) statt. 2017 wird er in Rüsselsheim veranstaltet. Welche Kommune den Hessentag 2018 austragen wird, will die Landesregierung am kommenden Dienstag bekanntgeben.

Der Hessentag wurde 1961 ins Leben gerufen. Gedacht war er als Integrationsfest für das noch junge Bundesland mit seinen vielen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg.

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