Uwe Becker, Boris Rhein und Jan Schneider
Mach du mal: Uwe Becker (l.) gibt das Amt als CDU-Kreischef an Jan Schneider (r.) ab. In der Mitte Wissenschaftsminister Boris Rhein. Bild © picture-alliance/dpa

Erst verzichtete er auf die OB-Kandidatur, nun gibt Uwe Becker den Vorsitz der Frankfurter CDU ab. Einen Nachfolger hat er sich überlegt. Viel Zeit, sich vorzubereiten, bleibt dem nicht - aber er hat sich viel vorgenommen.

Uwe Becker gibt zum Ende des Monats sein Amt als Frankfurter CDU-Chef auf. Das erklärte er in einer Mitteilung am Montag. Als Nachfolger schlägt er den Frankfurter Baudezernenten Jan Schneider vor. Er soll am Kreisparteitag am 10. Juni gewählt werden.

Becker, der bereits im Februar überraschend auf die Kandidatur zum Frankfurter Oberbürgermeister zugunsten von Bernadette Weyland verzichtet hatte, erklärte, dies sei "kein Rückzug aus der Politik, denn ich werde auch in den kommenden Jahren als Bürgermeister und Stadtkämmerer dieser Stadt" dienen.

Mit Blick auf die anstehenden Wahlkämpfe - im September die Bundestagswahl und kommendes Jahr OB-Wahl und Landtagswahl - halte er es für sinnvoll, den neuen Kreisvorsitzenden schon vorher zu wählen. Jan Schneider habe seiner Meinung nach die "richtige Mischung aus Frische und Erfahrung, aus Kompetenz, Charakter und Charisma".

"Nicht irgendein Ehrenamt"

Schneider sagte hessenschau.de: "Ich freue mich sehr, das ist eine große Ehre, aber ich habe auch viel Respekt vor der Aufgabe." Das sei schließlich "nicht irgendein Ehrenamt", sondern es gehe um die größte Partei der Stadt und einen der größten CDU-Kreisverbände überhaupt. Aber im Gegensatz zu Bürgermeister Becker habe er als Baudezernent weniger repräsentative Termine und damit mehr Freiraum für den Kreisvorsitz. "Das geht nur mit viel Arbeit, aber ich denke, die beiden Ämter lassen sich unter einen Hut bringen". Zusammen mit Becker und Weyland wolle er "ein gutes Trio" für die Frankfurter Union bilden.

Beckers Verdienst sei es, die Partei über viele Jahre "in ruhigem Fahrwasser" gehalten zu haben und parteiintern ein gutes, konstruktives Klima geschaffen zu haben. Nun gelte es, den aktuellen Rückenwind für die Union aus den vergangenen drei Landtagswahlen mitzunehmen, um die Frankfurter Bundestags-Kandidaten der Union zu unterstützen.

Als Vorsitzender wolle er die Partei inhaltlich stärker profilieren - wo die Schwerpunkte künftig liegen sollen, wolle er aber erst am Parteitag bekannt geben.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 16.45 Uhr

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