Büroklammern in unterschiedlichen Farben symbolisieren verschiedene Koalitionen.
Welche Koalitionen wird es künftig in hessischen Großstädten geben? Bild © Imago

Sei es in Frankfurt, Kassel oder Darmstadt: In beinahe allen hessischen Großstädten braucht es nach den Kommunalwahlen neue Koalitionen. Die neuen Sitzverteilungen in sieben Stadtparlamenten im Überblick - und die möglichen Regierungsbündnisse.

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Frankfurt

Die schwarz-grüne Koalition in Frankfurt hat seit der Kommunalwahl am Sonntag keine Mehrheit mehr. CDU und Grüne kommen zusammen auf 36 Sitze, für eine Mehrheit braucht es aber mindestens 47. Denkbar wäre eine Zusammenarbeit von CDU, SPD und einer weiteren Partei wie die Grünen oder die FDP.

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Wiesbaden

In Wiesbaden hat sich die Große Koalition aus CDU und SPD knapp über die Kommunalwahl retten können. Mit 41 Stimmen hat das erfahrene Bündnis im 81-Sitze-Stadtparlament eine hauchdünne Mehrheit. Um die Koalition zu stabilisieren, könnten CDU und SPD nach einem weiteren Partner suchen. Denkbar wären die Grünen oder die FDP.

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Kassel (Stadt)

Rot-Grün hat in Kassel mit der Kommunalwahl die Mehrheit verloren. Mit ihren 34 Sitzen fehlen der bisherigen Koalition zwei Sitze zu einer Mehrheit. Als stärkste Partei sucht die SPD nun nach einem neuen Bündnis. Denkbar wäre eine Große Koalition mit der CDU mit hauchdünner Mehrheit (36 von 71 Sitzen). Eine Alternative: Die bisherigen Partner SPD und Grüne holen eine dritte Partei ins Boot.

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Darmstadt

Die grün-schwarze Koalition in Darmstadt hat am Sonntag ihre Mehrheit im Stadtparlament verloren. Die bisherigen Partner kommen zusammen auf 34 Sitze. Für eine Mehrheit braucht es 36. Wollen Grüne und CDU weiter zusammen regieren, müssen sie ihr bisheriges Bündnis um einen neuen Partner erweitern - zum Beispiel um die Wählervereinigung Uffbasse oder die FDP.

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Offenbach (Stadt)

In der Stadt Offenbach können SPD, Grüne und Freie Wähler nicht mehr allein weiterregieren. Sechs Sitze fehlen den drei Partnern nach der Kommunalwahl zur Mehrheit von 36 Sitzen. Eine mögliche neue Koalition könnte aus CDU, SPD und einem weiteren Partner wie Grüne, FDP oder Freie Wähler bestehen.

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Gießen (Stadt)

In Gießen ist die rot-grüne Koalition im Stadtparlament seit Sonntag Geschichte - wie in Kassel und Marburg. Allerdings ist in Gießen keine Große Koalition möglich. Ein Sitz fehlt ihr zur Mehrheit von 30 Sitzen. Will also die SPD als stärkste Partei mit der CDU zusammenarbeiten, brauchen beide künftig noch einen dritten Partner. Zumindest rechnerisch würde sich jede andere Partei im Stadtparlament anbieten.

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Marburg

Auch in Marburg wurde Rot-Grün am Sonntag abgewählt. Um die Mehrheit im Stadtparlament von 30 Sitzen doch noch zu erreichen, brauchen die bisherigen Koalitionspartner einen weiteren Partner, der mindestens drei Sitze mitbringt, wie FDP, Linkspartei oder Bürger für Marburg. Alternativ ist auch eine Große Koalition denkbar.

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