Aufnahme vom Frankfurter Flughafen, Helmut Kohl
Wird der Frankfurter Flughafen nach dem verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl benannt? Bild © picture-alliance/dpa

Starten und landen Reisende in Frankfurt bald auf dem Helmut-Kohl-Flughafen? Erste Rufe nach einer solchen Ehrung des verstorbenen Altkanzlers werden laut. Bei der Hessen-CDU trifft die Idee auf "sehr viel Sympathie".

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Zugegeben, ein wenig hinkt der Vergleich des ehemaligen Bild-Herausgebers Kai Diekmann: "F-J-Strauß-Flughafen in München. Willy-Brandt-Flughafen in Berlin. Helmut-Schmidt-Flughafen in Hamburg. Helmut-#Kohl-Flughafen in Frankfurt!" - so twitterte der Kohl persönlich nahestehende Journalist und machte sich für eine Umbenennung des Frankfurter Airports nach dem jüngst verstorbenen Altkanzler stark.

F-J-Strauß-Flughafen in München. Willy-Brandt-Flughafen in Berlin. Helmut-Schmidt-Flughafen in Hamburg. Helmut- #Kohl -Flughafen in Frankfurt!

Im Unterschied zu den anderen aufgeführten Politikern und deren Verewigung als Airport-Namenspaten – der Kölner Konrad-Adenauer-Flughafen wäre noch zu ergänzen – kann Helmut Kohl im Fall Frankfurts allerdings nicht mit einer besonders prägenden Verbindung zur Stadt aufwarten.

Kohl wurde in Ludwigshafen geboren, wo er auch starb. Politisch war er vor der Kanzlerzeit in Bonn und Berlin als Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz aktiv. Das ist ein Punkt, den ein Kritiker in der Twitter-Debatte über Diekmanns Vorschlag spöttisch ins Feld führte.

@KaiDiekmann @gelsen Größter Verkehrsflughafen in Rheinland-Pfalz ist Hahn

Europas Drehkreuz für großen Europäer

Allerdings war Kohl einige Semester zu Studienzwecken in Frankfurt. Und immerhin wurde ihm 1999 die Ehrenbürgerschaft der Stadt zuteil, in der er sich nach eigenem Bekunden stets wohl fühlte.

Kohls Verbundenheit mit Frankfurt könnte bald noch größere Dimensionen bekommen. Denn Diekmanns Idee gefällt auch anderen. So sprachen sich die Landesverbände der CDU-Nachwuchsorganisation Jungen Union (JU) aus Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in einer gemeinsamen Mitteilung ebenfalls für eine entsprechende Umbenennung aus.

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Fraport fühlt sich geehrt

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat sich zur Diskussion geäußert. "Der Vorschlag, den Frankfurter Flughafen in Helmut-Kohl-Flughafen umzubenennen, ehrt uns aufgrund der besonderen Verdienste Helmut Kohls um die Bundesrepublik Deutschland", sagte ein Sprecher dem hr, "die zuständigen Gremien und die Politik werden dies zu gegebener Zeit diskutieren."

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"Helmut Kohl stand für ein Deutschland im Herzen Europas. Der Flughafen Frankfurt ist das Drehkreuz Europas. Damit wäre es eine würdige Erinnerung an einen großen Europäer", schrieben die JU-Vorsitzenden.

Auch bei der hessischen CDU stößt der Vorstoß auf "sehr viel Sympathie", wie CDU-Generalsekretär Manfred Pentz erklärte. "Der Alt-Bundeskanzler hat herausragendes für Deutschland und Europa geleistet, was einer solchen Würdigung absolut gerecht werden würde." Aktuell sei man aber noch die Zeit der Trauer und des Gedenkens. "Danach werden wir als CDU Hessen den Gedanken der Umbenennung aber weiter verfolgen", kündigte Pentz an.

Ihre Kommentare Was halten Sie von einem Helmut-Kohl-Flughafen in Frankfurt?

312 Kommentare

  • Warum nicht

  • Garnichts. Das politische Lebenswerk von Herrn Dr. Kohl ist mit Sicherheit außergewöhnlich. Er lebte durchgehend in Rheinland-Pfalz und dort gibt es ebenfalls einen Flughafen (Frankfurt-Hahn) wo man gerne über die Umbenennung sprechen kann.
    Aber Frankfurt am Main sollte Fraport und Rhein-Main bleiben.

  • Frankfurt-Airport ist international bekannt. Ich glaube nicht, dass der Flughafen noch als Helmut-Kohl-Flughafen umbenannt werden soll. Da würde Johann-Wolfgang-von-Goethe-Flughafen mehr Sinn ergeben.

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